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Baudenkmal

Als ein Baudenkmal werden Gebäude bezeichnet, die einen gewissen historischen Wert haben. Dabei handelt es sich oft um sehenswerte Gebäude, die möglichst in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben sollen, was mit hohen Kosten für den Besitzer verbunden sein kann. Rechtlich gesehen ist ein Denkmal ein Objekt, welches aus diversen Gründen für zukünftige Generationen erhalten bleiben sollte, was in § 2 DSchG gesetzlich geregelt ist. Allerdings sind die meisten weiterführenden Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und müssen vor Ort genau geklärt werden. Als Baudenkmäler werden Kirchen, Häuser oder Teile von Gebäuden bezeichnet, an denen ein öffentliches Interesse besteht, was sich meist auf die architektonischen Besonderheiten bezieht. Diese sind entweder nach künstlerischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder historischen Aspekten interessant genug, um für die Nachwelt erhalten zu werden. Ob ein Interesse besteht, entscheidet die zuständige Behörde für Denkmalschutz.

Es gibt verschiedene Arten von Baudenkmälern, denn nicht nur Häuser oder Gebäude können zu einem Baudenkmal erklärt werden. Es können durchaus auch bauliche Gesamtanlagen wie ein Schloss inklusive einer dazugehörigen Parkanlage als Baudenkmal bezeichnet werden. Das gilt auch für historisch interessante Straßenzüge oder ganze Stadtkerne wie auch Gebäudegruppen oder öffentliche Plätze. Jedoch ist die Definition eines Baudenkmals von Bundesland zu Bundesland verschieden und daher muss die Denkmalbehörde immer vor Ort die Entscheidung nach Landesrecht treffen.

Ein Baudenkmal zu besitzen, kann in steuerlicher Hinsicht relevant sein. Sobald für ein Baudenkmal Denkmalschutz gewährt wurde, können alle Baumaßnahmen, die zur Nutzung oder zum Erhalt erforderlich sind, über die Einkommensteuererklärung von der Steuer abgesetzt werden, weshalb Baudenkmäler auch als Denkmalschutzimmobilien bezeichnet werden.

Erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besteht das Interesse, historische oder kulturell bedeutende Gebäude zu erhalten. Um 1900 wurden die ersten gesetzlichen Bestimmungen erlassen, wobei nicht nur öffentliche Gebäude als Baudenkmäler bezeichnet wurden, sondern auch historisch relevante Gebäude von Privatpersonen. Die heutigen gesetzlichen Regelungen stammen meist aus der Zeit nach 1945, wobei die Gesetzgebung für Baudenkmäler den Ländern überlassen blieb. Dadurch entstand eine sehr komplexe Regelung auf Landesebene, die bis heute für Eigentümer eines Baudenkmals verbindlich ist.

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