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Pflegebedürftigkeit

Allgemein kann von Pflegebedürftigkeit gesprochen werden, wenn ein Mensch wegen Krankheit oder Behinderung auf Hilfe oder Pflege durch andere angewiesen ist, weil er seinen alltäglichen Verrichtungen auf Dauer nicht mehr nachkommen kann. Juristisch ist Pflegebedürftigkeit im Sozialgesetzbuch, §§ 14 und 61, definiert. Diese Definition hat Gültigkeit im Recht der deutschen Pflegeversicherung und Sozialhilfe. Im Sozialgesetzbuch wird erläutert, dass eine körperliche, geistige oder seelische Krankheit bzw. Behinderung vorliegen muss. Außerdem müssen regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen des täglichen Lebens wenigstens für eine voraussichtliche Dauer von sechs Monaten nicht ohne Hilfe möglich sein. Der Umfang dieser Hilfe wird im Gesetz als erhöht bzw. erheblich beschrieben.

Im Folgenden erläutert das Sozialgesetzbuch die verschiedenen Begriffe der Pflegebedürftigkeits-Definition näher. Krankheiten bzw. Behinderungen werden in drei Gruppen zusammengefasst. Sie können durch Verluste, Lähmungen oder andere Störungen des Stütz- oder Bewegungsapparates bedingt sein. Zweitens können Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane vorliegen. In die dritte Gruppe fallen alle Störungen des Zentralnervensystems. Das können Orientierungs- und Gedächtnisstörungen sowie Antriebsstörungen sein. Auch Neurosen und endogene Psychosen gehören in diese Gruppe. Ebenfalls werden geistige Behinderungen dazu gezählt. Die Verrichtungen des täglichen Lebens, denen Pflegebedürftige nicht mehr nachkommen können, werden in die vier Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung unterteilt. Zur Körperpflege zählen außer den hygienischen Verrichtungen auch die Darm- und Blasenentleerung. Zur Mobilität werden neben den normalen Alltagsgängen auch das Verlassen und vor allem das Wiederaufsuchen der eigenen Wohnung gerechnet. Selbstständige hauswirtschaftliche Versorgung liegt nur dann vor, wenn auch die Wäsche regelmäßig gewechselt wird und die Wohnung angemessen beheizt werden kann.

Um auf das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Pflegeversicherung angemessen reagieren zu können, sind Pflegestufen definiert worden. Pflegestufe I liegt, vor, wenn der Pflegebedürftige bei mindestens zwei Verrichtungen des täglichen Lebens Hilfe benötigt. Die tägliche Grundpflege muss mehr als 45 Minuten in Anspruch nehmen, der tägliche Gesamthilfe-Bedarf bei mindestens 90 Minuten liegen. Pflegestufe I beschreibt einen erheblichen Pflegebedarf. Pflegestufe II, die schwere Pflegebedürftigkeit, macht Hilfe bei den täglichen Verrichtungen zu mindestens drei Tageszeiten erforderlich. Die Grundpflege liegt bei wenigstens zwei Stunden und die Gesamtpflege braucht mindestens drei Stunden Zeit. Der schwerste Pflegebedarf, Pflegestufe III, liegt vor, wenn rund um die Uhr bei den täglichen Verrichtungen geholfen werden muss. Die Gesamtpflege erstreckt sich auf mindestens fünf Stunden. Neben diesen beiden Pflegestufen für Pflegebedürftige existiert umgangssprachlich noch die ‘Pflegestufe 0′. Offiziell gibt es diese Pflegestufe nicht – tatsächlich können aber in bestimmten Fällen Betreuungsleistungen geltend gemacht werden. Es muss ein Hilfebedarf bei Grundpflege und den Verrichtungen des täglichen Lebens vorliegen. Wenn dieser keinen erheblichen Umfang wie in den Pflegestufen I bis III einnimmt, können Leistungen dennoch beantragt werden, insofern ein besonderer Betreuungsbedarf vorliegt. Von besonderem Betreuungsbedarf kann gesprochen werden, wenn ein Pflegebedürftiger sich zum Beispiel in seiner gewohnten Umgebung nicht mehr zurechtfindet oder Weglauftendenzen zeigt.

Die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit werden vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft. Der MDK legt beim Pflegebedürftigen auch die Pflegestufe fest. Pflegebedürftigkeit ist ein wichtiges ökonomisches Thema und wird es mit dem demografischen Wandel in Zukunft noch mehr sein.

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