Sofortkontakt? +49 6421 968860
Waldemar Wiora
+49 6421 968860
Sofortkontakt? +49 6421 968860

Denkmalschutz Immobilien

Denkmalschutz ist in Deutschland Ländersache. Aufgrund der Kulturhoheit der einzelnen Bundesländer existieren unabhängig voneinander 16 Denkmalschutz-Gesetze. Trotz zum Teil unterschiedlicher Begriffsbildung (Denkmal, Denkmalpflege, Denkmalschutz, Kulturdenkmal) herrscht Einigkeit über die Prinzipien, nach denen zwischen schützenswertem und nicht schützenswertem Kulturgut unterschieden wird. Denkmal im Sinne des Denkmalschutzes ist ein Gebäude oder Gebäudeensemble, das als exemplarischer Zeuge einer vergangenen Epoche oder auch als herausragendes Beispiel eines gegenwärtigen Stils das architektonische Kulturerbe der Menschheit weiterträgt und repräsentiert. Aus dieser Definition geht hervor, dass eine Immobilie nicht zwingend historisch sein muss, um unter den Denkmalschutz zu fallen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie beispielhaft Zeugnis ablegt von der Zeit, in der sie entstanden ist. Denkmalschutz Immobilien sind sozusagen das Stein gewordene Gedächtnis, ein Speicher der Erinnerung, aus dem künftige Generationen anschauliche Informationen über die Konventionen und Geisteshaltungen früherer Epochen ablesen können. Als Grundlage für den Eintrag in die Denkmalliste einer Stadt oder Gemeinde gilt die Definition, dass ein bestimmtes Denkmal von Interesse für Siedlungen und Städte, für die Geschichte und für Aufschlüsse über die Entwicklung von Produktions- und Arbeitsverhältnissen sein muss. Außerdem werden in dieser Definition volkskundliche, wissenschaftliche, künstlerische oder städtebauliche Gründe geltend gemacht.

Stilvolle Stadtvilla am Marktplatz in Krefeld - Uerdingen
Uerdingen
Wohneinheiten
8
Sanierungsanteil
60 %%
Wohnflächen
53,69 - 104,23 m²
Kaufpreise
240.840 - 469.035 €
Denkmal

Denkmalschutz allgemein

Der Gedanke des Denkmalschutzes kam in Deutschland erstmals im 19. Jahrhundert während der Epoche der Romantik auf. Damals bezogen sich die Schutzmaßnahmen vor allem auf mittelalterliche Bauwerke, ein Zeitabschnitt, der der Romantik besonders am Herzen lag. Denkmalschutz wurde bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts recht uneinheitlich betrieben und blieb Sache einzelner Landesregierungen. Eine Vorreiterrolle nahm z. B. das Land Sachsen ein. Erst die massiven Zerstörungen durch Baulandspekulationen und den modernen Wohnungsbau ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts riefen Gegenstimmen auf den Plan, die europaweit mehr Engagement im Denkmalschutz forderten. Die Zeit, in der ungestraft ganze Fachwerkviertel abgerissen oder Gründerzeitvillen durch kastenförmige Anbauten verschandelt wurden, ist zum Glück vorbei. Heute wacht ein strenges Regelwerk und ein Netz von Behörden und Denkmalpflegern darüber, dass Denkmal Immobilien in ihrer Schönheit und ihrem historischen Wert erhalten bleiben.

Je nach Bundesland gibt es grundsätzlich zwei Systeme, nach denen der Denkmalschutz rechtswirksam wird. Im sogenannten nachrichtlichen System wird genau definiert, welche Kriterien ein Objekt erfüllen muss, um unter den Denkmalschutz zu fallen, mit der Wirkung, dass durch die Erfüllung dieser Kriterien ein Objekt dem Denkmalschutz automatisch zufällt. Beim konstitutiven System werden ebenfalls Aufnahmekriterien definiert, mit dem Unterschied, dass beim Nachweis aller Bedingungen erst ein Verwaltungsakt der zuständigen Behörde das Bauwerk zum Denkmal macht. Beide Systeme führen Denkmallisten, aber nur im konstitutiven ist der Denkmallisten-Eintrag für ein Bauwerk rechtsverbindlich. Zuständig für die Inventarisierung und alle Entscheidungen rund um die Denkmal Immobilien sind die Denkmalschutzbehörden der Länder. Diese Ämter sind zumeist dem Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zugeordnet und teilen sich in die übergeordnete Obere Denkmalschutzbehörde sowie in die auf kommunaler Ebene tätige Untere Denkmalschutzbehörde auf. Daneben gibt es als Fachbehörde noch das Landesamt für Denkmalpflege mit dem Landeskonversator. Hier wird auch die Denkmalliste geführt.

Einmaliges Investment mit erhöhter Abschreibung bei Köln
Köln
Wohneinheiten
26
Sanierungsanteil
65%
Wohnflächen
40,89 - 117,03 m²
Kaufpreise
198.317 - 572.277 €
Denkmal

Denkmalimmobilien genauer betrachtet

Eine Immobilie aus dem Denkmalschutz ist etwas ganz Besonderes. Ob altes Fachwerkhaus, Jugendstilvilla, ein Schmuckstück aus dem Barock oder dem Historismus – mit einem Baudenkmal erwirbt der Käufer ein Erbe aus uralten Zeiten, eine Zeitkapsel sozusagen, in der sich die Traditionen, Denkweisen und Kunstfertigkeiten unserer Vorfahren gespeichert haben. Das Ambiente des Hauses und seiner Räume wird das Lebensgefühl seiner Besitzer prägen. Umgekehrt werden auch die Besitzer auf ihr Eigentum Einfluss ausüben. Einerseits wollen sie die Schönheit und Originalität des historischen Objekts erhalten; andererseits streben sie ein bequemes, modernes Wohnen und möglichste Energieeffizienz an. Denkmalschutz Immobilien können durchaus modernisiert werden. Dies muss aber mit der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde geklärt werden. In der Unteren Denkmalschutzbehörde arbeiten die Praktiker der Denkmalpflege. Sie entscheiden vor Ort, am Objekt, welche Dinge an einer Denkmalschutz Immobilie verändert werden dürfen und welche nicht. Denkmalpfleger auf kommunaler Ebene sind darin geschult, Kompromisse zu finden zwischen dem obersten Ziel, Substanz und Charakter des Baudenkmals zu erhalten, und dem berechtigten Wunsch der Eigentümer, die Immobilie an die Bedürfnisse des modernen, bequemen Wohnens anzupassen. Zusammen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wird genau besprochen, welche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen möglich sind. Ortstermine sind daher unumgänglich und schaffen oft im Vorfeld eine schnelle Klärung.

Bauerhaltende Arbeiten an der Denkmalschutz Immobilie wie eine neue Dacheindeckung oder ein neuer Putz unterliegen in der Regel keinen Auflagen. Selbstverständlich gilt aber, dass der Charakter des Gebäudes erhalten bleiben muss, also z. B. nicht irgendeine beliebige Fassadenfarbe oder bunte Dachziegel benutzt werden dürfen. Nicht gestattet ist die Außendämmung vieler historischer Gebäude, beispielsweise solcher aus der Fachwerkzeit, weil dies den originalen Zustand der Fassaden zerstören würde. Darum sind Denkmalschutz Immobilien-Besitzer vom Energiepass befreit. Der Einbau einer modernen Heizungsanlage und einer Innendämmung steht ihnen hingegen frei, insofern nicht wertvolle historische Interieurs dadurch beschädigt werden. Abgesehen von Erhaltungsmaßnahmen und den sogenannten Standardverbesserungen, zu denen auch Brandschutz und dezente Photovoltaik gehören, gibt es noch Nutzungsänderungen an der Denkmal Immobilie. Grobe Veränderungen an der Gebäudeform durch Hinzufügung von Bauteilen oder Abbruch von Elementen sowie Grundrissänderungen und andere radikale Eingriff in den historischen Charakter der Denkmal Immobilie werden vom Denkmalamt nicht akzeptiert. Besitzer von Baudenkmälern streben eher nach dem Ziel, sich in einem einmaligen historischen Rahmen komfortabel und energetisch nachhaltig einzurichten. Dies ist in den meisten Fällen auf dem Weg sanfter Kompromisse ohne unverhältnismäßig großen Aufwand zu erreichen.

Eigentumswohnungen mit erhöhter Abschreibung in Friedrichroda
Friedrichroda
Wohneinheiten
14
Sanierungsanteil
92%
Wohnflächen
51,58 - 149,58 m²
Kaufpreise
144.424 - 418.824 €
Denkmal

Denkmäler im Interesse des Staates

Denkmalschutz Immobilien prägen das historische Gesicht eines Landes. Sie erinnern an vergangene Zeiten und tragen die Werte des Werdens der europäischen Zivilisation in sich. Ohne die Zeugen seiner Vergangenheit wäre ein Land nackt und herkunftslos. Aus dieser Einsicht heraus stellen Staat und Länder historische Baudenkmäler unter Schutz. Diese Schutzfunktion wird einerseits durch die Formulierung von Auflagen für den Denkmalschutz und durch die Kontrolle dieser Auflagen ausgeübt. Andererseits ist es im gerechten Interesse von Staat und Bundesland, die Lasten für die Sanierung und den Erhalt von Denkmal Immobilien nicht allein auf den Schultern von Privateigentümern abzulegen. Der Erwerb einer Denkmal Immobilie nimmt ihren Besitzer anders in die Pflicht als der Erwerb eines ungeschützten Hauses. Er hat ein historisches Erbe angetreten und mit ihm die Verantwortung, dieses Erbe zu bewahren. Der Besitzer eines nicht denkmalgeschützten Hauses kann, wenn seine Immobilie neue Fenster braucht, frei wählen zwischen allen Produkten, die seinem Geldbeutel erschwinglich sind. Der Besitzer einer Denkmal Immobilie trifft auf strenge Auflagen, die seinen Handlungsspielraum einengen und die Sanierung bzw. Erneuerung der historischen Fenster verteuern. Das Wohnen im traditionsreichen Ambiente hat seinen Preis, daher gewähren Bund und Länder den Besitzern von Denkmal Immobilien einen finanziellen Ausgleich, indem sie Steuererleichterungen geschaffen haben, die bei Erwerb und Pflege des Baudenkmals geltend gemacht werden können.

Moderne Eigentumswohnung mit historischem Charme und erhöhter Abschreibung
Chemnitz
Wohneinheiten
19
Sanierungsanteil
80%
Wohnflächen
48,09 - 132,68 m²
Kaufpreise
162.657 - 464.380 €
Denkmal

Der finanzielle Aspekt

Fördermittel für Denkmal Immobilien sind im Wesentlichen Landesmittel. Grundsätzlich hält auch der Bund Gelder bereit, um den Erhalt und die Sanierung von Baudenkmälern zu unterstützen. Diese fließen aber nur, wenn das Objekt von herausragender, repräsentativ nationaler Bedeutung ist. In allen anderen Fällen – in den allermeisten also – werden die Bundesländer bei der Finanzierung in die Pflicht genommen. Aus ihren Mitteln werden Steuervorteile gewährt, die beim Erwerb und Erhalt von Denkmal Immobilien geltend gemacht werden können. Anträge für die Teilnahme an den Förderprogrammen müssen bei der Unteren Denkmalschutzbehörde gestellt werden. Gleichzeitig ist ein Nachweis über die eigenen Finanzierungsmittel zu erbringen. Alle Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an dem Baudenkmal dürfen erst beginnen, wenn der entsprechende Bewilligungsbescheid ergangen ist. Die Art der Förderung einer Denkmalschutz Immobilie ist nach ihrer Nutzungsweise zu unterscheiden.

Immobilienbesitzer, die ihr denkmalgeschütztes Gebäude ganz oder teilweise der Einkommenserzielung nutzbar machen wollen, können über mehrere Jahre für die Herstellungskosten höhere Absetzungen geltend machen. Als Herstellungskosten werden dabei alle Ausgaben aufgefasst, die für die Umgestaltung des Gebäudes zur sinnvollen Nutzung anfallen. Die Erhaltungskosten, also alle Ausgaben für Modernisierungen und Instandhaltungsarbeiten, können bei geplanter Einkommenserzielung ebenfalls über mehrere Jahre abgesetzt werden. Bei selbst bewohnten Baudenkmälern können sowohl die Herstellungs- wie auch die Erhaltungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Hinsichtlich der Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuer werden Denkmal Immobilien nur mit einem Bruchteil ihres wirklichen Wertes bzw. überhaupt nicht angesetzt. Denkmal Immobilien zur Einkommenserzielung bleiben ohne Grundsteuer, wenn die erzielten Einnahmen unter deren Kosten liegen. Durch diese zum Teil erheblichen steuerlichen Vorteile wird den Besitzern von Denkmal Immobilien eine komfortable Entlastung geschaffen, die die auflagenbedingten Mehrkosten in puncto Erhalt und Sanierung des Baudenkmals aufwiegen können.

Denkmalgeschützte Eigentumswohnungen in der ehemaligen Poliklinik
Magdeburg
Wohneinheiten
36
Sanierungsanteil
70%
Wohnflächen
42,75 - 93,55 m²
Kaufpreise
115.083 - 242.295 €
Denkmal

Erwerb und Aussicht

Deutschlands Bausubstanz ist gut. Auch wenn der 2. Weltkrieg große Lücken in die historischen Städte gerissen hat, ist doch vieles wieder aufgebaut, liebevoll rekonstruiert und saniert worden. Nach der Wende ist im Osten viel Arbeit geleistet worden, was die Restaurierung von Baudenkmälern angeht. Überall im Land, ob im barocken Dresden, in den Fachwerkstädten Hessens, im Klassizismus Oldenburgs oder in der Jugendstilhochburg Darmstadt, gibt es sanierte, originale Denkmal Immobilien zu erwerben, einmalige Zeugen ihrer Zeit, die frisch und perfekt aussehen. Daneben existiert auch noch eine große Menge unsanierter Objekte, die noch darauf warten, mit Liebe und Sachverstand zu ihrer einstigen Schönheit zurückzufinden. In den alten Bundesländern Deutschlands und vor allem auch in den ‘neuen’, den Bundesländern im Osten, sind noch viele Entdeckungen zu machen und viele Schönheiten aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Dabei ist der Erwerb einer Denkmal Immobilie nicht als ein Akt des Idealismus zu verstehen. Sicherlich braucht es einige Zeit und auch Sachverstand, um ein Baudenkmal wieder in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen. Auf der anderen Seite erhält der Käufer einer Denkmal Immobilie angemessene steuerliche Unterstützung, um für seine Mehrausgaben entschädigt zu werden. Und er bringt sich in den Besitz einer Kapitalanlage, die zum einen die Sicherheit von Immobilienbesitz bietet, zum anderen als historisches, saniertes Baudenkmal einer besonderen Wertsteigerung unterliegt. Denkmal Immobilien werden auf dem Immobilienmarkt jetzt und in Zukunft zu den gesuchtesten Objekten gehören, denn es wird immer Menschen geben, die das kunstfertige und traditionsreiche Ambiente vergangener Zeiten zu schätzen wissen.

Unsere Neuigkeiten für Sie

Alle unsere Neuigkeiten

Projekte im Fokus

Eigentumswohnungen mit erhöhter Abschreibung in Friedrichroda

Zuhause in der Alexandrinenstrasse 6

Mit dem Schlosspark vor der Haustür, liegt die Villa Klosterberg mitten im Grünen und genießt eine idyllische Aussicht. In der...

Pflegeappartements im Seniorenzentrum Celle bei Hannover

Seniorenzentrum Celle

Das neu zu errichtende Gebäude des Seniorenzentrums in Celle entsteht im Herzen der Stadt Celle. Rund 200 m von der Pflegeeinrichtung Hehlentorstift entfernt...