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Immobilienprognose 2022 – Die Entwicklung des Immobilienmarkts in diesem Jahr

In den vergangenen Jahren hat der Immobilienmarkt eine sehr dynamische und lukrative Entwicklung durchlaufen. Die Nachfrage nach Wohnraum wird immer größer, was durch die Urbanisierung, New-Work-Trends und ein knapper werdendes Angebot begünstigt wird. Die Branche hält darüber hinaus auch immer einige Überraschungen bereit. Zwar steigen die Preise nicht mehr so rasant wie die Jahre zuvor, aber gerade in Metropolregionen und wirtschaftsstarken Ballungsräumen geht die Preiskurve (vermutlich) weiterhin bergauf. Einige Entwicklungen zeichnen sich bereits jetzt schon ab oder werden sich in einem höheren Maße fortsetzen. Doch welche Entwicklungen sind auf dem Immobilienmarkt 2022 zu erwarten, wie kommen die Preisveränderungen zustande und worauf sollten Sie als Investor achten? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Beitrag und stellen Ihnen den Immobilienmarkt 2022 einmal genauer vor. 

Wie entwickelt(e) sich der Immobilienmarkt in 2022?

Wenn auch nicht mehr so stark wie die vergangenen Jahre, zeigt die Prognose zur Entwicklung der Immobilienpreise in Richtung aufwärts. Auch der explosionsartige Anstieg der Bauzinsen im Mai hat sich etwas beruhigt und laut Michael Neumann, Vorstand von Dr.Klein, wird es in den kommenden Monaten keinen rapiden Anstieg wie zu Beginn des Jahres mehr geben. Jedoch geht er davon aus, dass das Zinsniveau weiter steigen wird, bis jetzt ist aber noch nicht abzusehen, wann die Inflationsraten ihren Zenit erreicht haben und wie die EZB weiter vorgehen wird. Eines ist jedoch sicher: die Forderungen an die EZB werden bis dahin immer massiver. 

Das in den kommenden Monaten die Preise für Immobilien durch die höheren Zinsen abschwächen können, hält Michael Neumann für wenig realistisch. Grund dafür sind die hohen Materialkosten und Lieferengpässe bei Neubauten. Durch die Inflation fürchten Eigentümer auch eine Dezimierung ihrer Erlöse, weshalb sie zögern ihre Immobilie zu verkaufen. Zudem werden Interessenten in zentralen Lagen beliebter Metropolen erst einmal vergeblich auf stagnierende oder sogar nachgebende Preise warten. Dafür verfügen bestimmte Käufergruppen weiterhin über ausreichend Stammkapital.

Wie kommt es zu den Preisveränderungen auf dem Markt?

Die DZ Bank (Frankfurt/Main) geht für 2022 davon aus, dass sich der Anstieg der Immobilienpreise etwas abschwächen wird, wenngleich die Kurve weiter nach oben geht. Nach ihrer Einschätzung sollten ein verlangsamtes Bevölkerungswachstum sowie ein stärkerer Neubau den Preis- und Mietanstieg dämpfen. 

Michael Voigtländer, Experte für Immobilien am Institut der deutschen Wirtschaft (Köln) geht jedoch davon aus, dass die Kaufpreise und Mieten auf jeden Fall weiter steigen werden, da besonders Einfamilienhäuser im Umland von Metropolen gefragt sind. Eigenheime verteuern sich dort oft stärker als in Großstädten selbst. Und auch die neue Arbeitswelt aus vermehrtem Homeoffice, Remote Works und verbesserter Infrastruktur sorgen für eine erste Suburbanisierung oder Stadtflucht.

Im vergangenen Jahr hatte selbst die Corona Pandemie keinen dämpfenden Einfluss auf die Entwicklung der Immobilienpreise. Wohneigentum ist nach wie vor stark gefragt und die Auswirkungen der Krise – vor allem auf den Arbeitsalltag vieler – beeinflussen in 2022 die Immobilienpreise. 

Was ändert sich gegenüber den Vorjahren? Worauf sollten Investoren achten?

Laut Immobilienpreisindex des statistischen Bundesamtes liegen die Immobilienpreise im 2. Quartal des Jahres 2022 für Wohngebäude bei 147,2 Indexpunkten. Das bedeutet, dass die Immobilienpreise bzw. die Preise für Bauleistungen seit 2015 um 47,2 % gestiegen sind – damit befindet sich der Immobilienpreisindex auf steigendem Niveau. Im Zeitverlauf ist zu erkennen, dass die Preise seit 2015 bis dato immer weiter angestiegen sind, allerdings von Jahr zu Jahr in unterschiedlicher Stärke.

Des Weiteren sind die Zinssätze in den letzten Monaten gestiegen. Dadurch dass die Preise auf dem Immobilienmarkt gestiegen sind und weiterhin auch noch steigen werden, hat die EU ihre Zinspolitik ein wenig geändert und die Zinsen etwas angezogen. Sicherlich wird das bei Verbrauchern dazu führen, dass sie Kredite nicht mehr bedienen können und so der ein oder andere Hausverkauf stattfinden wird.

Was ist eine Immobilienblase? Wird sie 2022 platzen?

Bei vielen Investoren schürt sich die Angst, dass die rasante Immobilienpreisentwicklung eine Immobilienblase bilden könnte. Eine solche Immobilienblase entsteht, wenn überteuerte Immobilien auf unvernünftige Finanzierungen treffen. So werden Immobilien von Menschen erworben, die sich eigentlich keine solche Immobilie leisen können. Verschlechtern sich dann wieder die Finanzierungsbedingungen, kann die Blase platzen. In Deutschland gibt es jedoch keine Immobilienblase, da deutsche Banken und Sparkassen meist nie zu 100 % Eigenheime finanzieren. 

Die meisten Investoren stecken mindestens 20 bis 25 % Eigenkapital in Ihre Kapitalimmobilie. Dieser hohe Anteil an Eigenkapital senkt das Risiko, dass Banken Nachfinanzierungen von Kunden anfordern, wenn beispielsweise eine Überhitzung des Marktes droht. Anders als in Ländern, die mit Immobilienblasen und -krisen zu kämpfen hatten. 

Auch die Laufzeit der Baukredite unterscheidet sich von denen in Immobilien-Krisenländern. Während deutsche Immobilienbesitzer meist schnell wieder schuldenfrei sein wollen und deshalb vergleichsweise hohe Summen in kurzer Zeit tilgen, liefen in Spanien Baukredite zu Krisenbeginn teils 40 Jahre und länger.

Ist 2022 ein gutes Jahr, um in Immobilien zu investieren?

Wenn Sie bereits konkrete Pläne haben eine Kapitalimmobilie zu investieren, sollten Sie nicht zu lange warten, denn in naher Zukunft werden Sie keine Finanzierung zu günstigeren Zinsen bekommen als jetzt. Denn die Zinsen werden vorerst weiter steigen. 

Fazit: Auf dem Immobilienmarkt ist in Summe wenig Entspannung in Sicht – aber auch keine Blase. Das gilt sowohl für Kapitalimmobilien, Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Wohnungen. Spannend wird es sein, wie sich die Zinspolitik EZB in den nächsten Monaten entwickelt. Schließlich könnten steigende Immobilienpreise als auch Zinsen die Nachfrage nach Immobilie senken und damit die Dynamik etwas ausbremsen. Auch das weitere Vorgehen der Ampelregierung könnte Einfluss auf den Preisanstieg am Immobilienmarkt nehmen. Doch wenn Sie Vorhaben in eine Immobilie als Kapitalanlage zu investieren, sollten Sie mit der Investition nicht so lange warten, denn wie schon erwähnt, wird es in naher Zukunft keine Finanzierung zu günstigeren Zinsen geben als zum jetzigen Zeitpunkt.  

Gerne beraten wir Sie unverbindlich zu unseren verschiedenen Anlageobjekten und stehen Ihnen bei Fragen und Wünschen jederzeit zur Verfügung. Wenn Sie vorerst nur den Überblick auf den Immobilienmarkt behalten wollen, melden Sie sich jetzt zu unserem ESTADOR-Newsletter an. 

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