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Corona, Immobilien und die Folgen

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf den deutschen Immobilienmarkt?

Das öffentliche Leben in Deutschland steht nahezu komplett still. Sämtliche Wirtschaftsteilnehmer, insbesondere Unternehmen und Privathaushalte, sind verunsichert. Wie wird es weitergehen? Staaten und die EZB schnüren Hilfspakete, um die drohenden wirtschaftlichen Einbußen auszugleichen und abzufedern. Betrachtet man die Entwicklung der Kapitalmärkte im März 2020 scheint es keinen „sicheren Hafen“ mehr zu geben. Aktien, Gold, Öl oder der Dollar – alle Werte befinden sich seit Wochen mehr oder weniger auf Talfahrt. Wie eine standhafte Festung präsentiert sich hingegen der Markt für Immobilien. Mehrere Immobilienportale vermelden, dass die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser in den zehn größten deutschen Städten konstant geblieben sind. Dennoch: auch das Immobiliengeschäft wird nicht vom Coronavirus verschont bleiben.

Was wir wissen

Der deutsche Immobilienmarkt war in den letzten Jahren ein Spiegelbild der florierenden Wirtschaft. Die Immobilienpreise in deutschen Großstädten kannten zuletzt nur eine Richtung: aufwärts. Das Coronavirus ändert nun in vielen Bereichen unser Leben. Es handelt sich um eine weltweite Corona-Pandemie. Unternehmen brechen beinahe vollständig ihre Aufträge weg und in Deutschland wie weltweit rechnen Experten mit einer tiefgreifenden Rezession. Politik und Notenbanken versuchen, mit Geld und Gesetzen gegenzusteuern. Die Zufuhr billigen Geldes wird nicht nachlassen. Im Gegenteil, die Märkte werden mit Darlehen zu Nullzinsen überflutet.

Nachfrage nach Immobilien abhängig von Konjunkturerholung



Anders kann die Situation bei gewerblichen Käufern und Investoren aussehen, die mit Immobilien Rendite erwirtschaften. Sollte sich die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Epidemie über einen längeren Zeitraum erstrecken, steht zu befürchten, dass einige professionelle Interessenten für die Stabilisierung der Nachfrage ausfallen werden. In welchem Umfang und wie hoch die Auswirkungen auf die Entwicklung am Immobilienmarkt sein werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös prognostizieren. Das Transaktionsvolumen wird jedoch voraussichtlich kurzfristig bedeutend sinken.



Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage nach Wohnungen seitens der Mieter vorübergehend abnehmen wird. Mietpreise können nach der Corona-Pandemie nicht in dem Maße erhöht werden, wie es für Vermieter wünschenswert wäre. Der Staat will Mieter vor steigenden oder aufgrund von Corona unbezahlbaren Mieten schützen. Mieterträge, die vom Umsatz abhängig sind wie bei Hotels, Restaurants, Läden usw. geraten jedoch wesentlich mehr unter Druck. Leerstände durch Unternehmensinsolvenzen sind möglich. Profiteure der Krise 2020 könnten dagegen Eigentümer von Flächen für Infrastruktur- und Logistikobjekte sein. Für Wohnungsvermietungen sind nach überstandener Krise Nachholeffekte zu erwarten.

Die Zinsen bleiben auf niedrigem Niveau



Für Investoren und Käufer von Immobilien ist das eine gute Nachricht. Kreditnehmer können sich weiterhin zu historisch niedrigen Konditionen verschulden, wenngleich Privatleute zunächst sicher die Beruhigung der Lage abwarten werden. Wer vom eigenen Heim geträumt hat, wird sich durch das Coronavirus nicht davon abbringen lassen. Mit steigenden Bauzinsen ist zunächst einmal nicht zu rechnen. Fundierte Einschätzungen zum Anziehen der Inflation in der Zukunft sind unseres Erachtens verfrüht. Die Bedingungen für Investitionen in Immobilien bleiben also auch nach Corona einmalig günstig.

Verzögerungen bei Neubauprojekten wahrscheinlich



Ähnlich stellt sich aus unserer Sicht die Situation im deutschen Bauwesen und Handwerk dar. Sollte es zu weiteren landesweiten Einschränkungen kommen, ruht die Bautätigkeit für Wochen oder gar Monate. Ohnehin befand sich die Nachfrage an Handwerkern und Baufachkräften schon vor der Corona-Krise 2020 auf einem weitaus höheren Niveau als Kapazitäten vorhanden waren. Dadurch können Aufträge nicht so schnell abgearbeitet werden wie von Investoren gewünscht. Die Höhe des Schadens hängt somit auch hier wesentlich von der Dauer der Produktionsunterbrechung ab. Nachhaltig negativ beeinflussen wird Corona unserer Einschätzung nach weder die Bauwirtschaft noch die Immobilienpreise.

In Deutschland keine Immobilienblase



Auf der Angebotsseite stellt sich die Lage differenziert dar. 2019 lag die Anzahl der Zwangsversteigerungen auf dem niedrigsten Stand seit Jahren, worin sich die gute wirtschaftliche Lage der Eigentümer und das große Interesse an Immobilien ausdrückte. Ungefähr die Hälfte der ungewollten Besitzerwechsel wurden über Banken auf dem freien Immobilienmarkt abgewickelt. Es ist davon auszugehen, dass einzelne Schuldner aufgrund der Corona-Krise ihre Raten nicht mehr bedienen können. Ein flächendeckendes Problem dürfte jedoch dank der Langfristzinsbindungen für Immobilienkredite und der staatlichen Hilfen nicht daraus werden.

Ob Verkäufer jetzt ihre Immobilie auf dem Markt anbieten werden, bleibt abzuwarten. Die Immobilienpreise haben sich zwar in Großstädten in den letzten Jahren rasant entwickelt, Fachleute sehen jedoch in Deutschland mit Ausnahme der Metropolen München und Berlin keine Blase bei Immobilienpreisen. Temporäre Preisrückgänge sind denkbar, drastische Preiseinbrüche jedoch nach unserer Einschätzung nicht zu erwarten. Zunehmend könnten Käufer nicht mehr bereit sein, jeden Betrag für eine Immobilie zu bieten, zumindest nicht solange Corona Wirtschaft und gesellschaftliches Leben einschränkt. Die Dynamik des Preisaufschwungs wird in großen deutschen Städten eher etwas nachlassen, die Gefahr von Preisübertreibungen sich verringern. Immobilien bleiben unseres Erachtens und ungeachtet aller Probleme von Nutzern wie Anlegern gefragt.

Fazit: Immobilien bleiben trotz Corona-Krise ein lohnendes Investment


Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich momentan noch unbeeindruckt von der Corona-Krise. Die Auswirkungen der Ungewissheit bei Unternehmen bzw. Privatleuten und daraus resultierender Wirtschaftsschwierigkeiten werden sich erst mit Verzögerung am Immobilienmarkt zeigen. Je länger die Krisenbewältigung dauert und die Einschränkungen des normalen Lebens fortbestehen, desto mehr wird der Immobilienmarkt von der Corona-Krise betroffen sein. An der generellen Attraktivität von Betongold wird die Situation jedoch wenig ändern. Andere Anlageklassen nehmen Anleger in Krisen als zu volatil wahr. Die Versorgung mit Liquidität und billigem Geld wird sich fortsetzen. Allenfalls auf dem Land und in schlechten Wohnlagen dürften die Immobilienpreise durch das Coronavirus negativ beeinflusst werden. In den 1a-Lagen der sieben größten Immobilienstandorte Deutschlands ist unter mittel- und langfristigen Gesichtspunkten mit einem weiteren, vergleichsweise moderaten Ansteigen der Preise zu rechnen. Deutsche Immobilien bleiben daher auch nach Bewältigung der Krise ein lohnendes Investment.

Sofern Sie ein Immobilien-Vorhaben oder ein Investment planen, sich durch die Corona-Krise aber verunsichert fühlen, bieten wir Ihnen ein unverbindliches Beratungsgespräch via Telefon an. Unsere Experten und Makler sind selbstverständlich auch in diesen schwierigen Zeiten für Sie da. Sie wollen auf dem Laufenden bleiben und gelegentlich über attraktive Immobilien zur Kapitalanlage oder Objekthighlights informiert werden? Dann melden Sie sich gerne für unseren kostenlosen Newsletter an.

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