TelefonTelefon
Neue Förderrichtlinien ab 01. Juli 2021

23.06.2021

Attraktive KfW-Förderungen für effiziente Gebäude

Wer plant, eine Immobilie zu kaufen oder ein Haus zu bauen, darf sich auf KfW-Fördermittel wie z. B. hohe Tilgungszuschüsse für energieeffiziente Neubauten freuen. Auch das lukrative Baukindergeld kann noch bis Ende 2023 beantragt werden, allerdings nur, sofern nach den aktuellen Fördervoraussetzungen zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.03.2021 ein Kaufvertrag unterzeichnet oder die Baugenehmigung fürs Eigenheim erteilt wurde.

Energieeffizientes Bauen und Sanieren lohnt sich!

Die KfW unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Fördermodellen. Einen Kredit mit Tilgungszuschuss und einen reinen Zuschuss, der nicht mehr direkt in das KfW-Darlehen gezahlt werden muss. Beide Förderformen sind nicht miteinander kombinierbar. Eine Entscheidung ist daher genau abzuwägen und auch abhängig von der Finanzierung insgesamt.

Für energieeffizientes Bauen sind mit der neuen BEG-Förderung ab 01.07.2021 u. a. folgende Vorteile verbunden:

  • Bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit für ein Effizienzhaus
  • Bis zu 60.000 Euro Kredit je Wohneinheit für Einzelmaßnahmen
  • Zwischen 15 % und 50 % Tilgungszuschuss
  • Zusätzliche Förderungen, z. B. Zuschuss für die Baubegleitung bei energetischen Maßnahmen
  • Bonus (+ 5 %) für einen individuellen Sanierungsfahrplan

Hintergrund: Klimaschutzprogramm 2030

Mit dem Beschluss des Klimaschutzprogramms 2030 im Herbst 2019 hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das mit flankierenden Anreizen für klimafreundliche Investitionen und ebensolches Verhalten die Grundlage zur sicheren Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele 2030 bildet. Neben einer CO2-Bepreisung, dem schrittweisen Ausstieg aus der sogenannten Kohleverstromung und vielen weiteren Einzelmaßnahmen werden u. a. auch klimafreundliches Bauen und Wohnen, energetisches Sanieren oder der Umstieg von Öl- oder Gasheizungen auf erneuerbare Energien umfangreich gefördert.

Die Fördersätze erhöhen sich kräftig

Die neuen Förderprogramme der KfW laufen unter dem Namen Bundesförderung für effiziente Gebäude in den drei Ausprägungen für Wohngebäude (BEG WG) wie etwa Ein- oder Mehrfamilienhäuser, für Nichtwohngebäude (BEG NWG) wie z. B. Krankenhäuser oder Gewerbegebäude und für Einzelmaßnahmen (BEG EM).

Sie können wahlweise als Kredit- oder Zuschussvariante für einen Neubau, die Sanierung von bestehenden Immobilien zum Effizienzhaus oder einzelne energetische Maßnahmen sowie die Baubegleitung beantragt werden.

Wer also z. B. schon länger geplant hat, die alte Öl- oder Gasheizung gegen eine moderne und klimafreundliche Alternative auszutauschen, Fenster oder Außentüren zu erneuern oder Dach und Wände zu dämmen, kann mit teilweise kräftigen Tilgungszuschüssen kalkulieren

Welche Förderung kommt für mich in Frage?

Welch Förderung für Sie in Frage kommt und ob sich eher die Zuschuss- oder die Kreditvariante für Sie rechnet, sollte im Einzelfall genau geprüft werden.
Die Zuschussvariante hat z. B. in allen Ausprägungen den positiven Effekt, dass der Zuschuss auch ohne ein Darlehen möglich ist. Es kann aber auch ein Darlehen, das ggf. über eine höhere Flexibilität und/oder Zinssicherheit verfügt, bei einer Bank in Anspruch genommen werden. Auch in diesem Fall ist der Zuschuss möglich.

Einen ersten guten Überblick bekommen Sie hier auf der Website der KfW.

Auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kann man sich über die Richtlinien zu Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)  informieren und findet auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zur BEG.

Wichtig für die Antragstellung

Der Antrag muss vor Beginn Ihres Vorhabens bei der KfW vorliegen! Einige vorbereitende Maßnahmen können teilweise förderunschädlich im Vorfeld erledigt werden, während Ihr Berater das Finanzierungsgespräch gegenüber der KfW bestätigt, aber der Antrag muss zwingend vor Beginn der Baumaßnahmen (oder Beurkundung des Kaufvertrags) bei der KfW gestellt werden. Zu beachten ist, dass Eigenleistungen und dabei entstandene Materialkosten aufgrund der notwendigen Qualitätssicherung nicht förderfähig sind. Gefördert werden ausschließlich Leistungen von Fachunternehmen sowie die Kosten der von diesen verbauten Materialien.