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Bauzins

Unter Bauzins versteht man Kapitalzinsen für die gesamten Beträge, die im Laufe der Ausführung eines Bauunternehmens von der Planung bis zur endgültigen Übernahme des Baugegenstandes durch den Auftraggeber anfallen. Darunter fallen alle Beträge, die Unternehmern, Arbeitern, der Bauleitung und allen weiteren Beteiligten während der Bauphase ausgezahlt werden müssen. Dazu zählen auch die Bearbeitungsgebühren des Kreditinstituts, welches das Darlehen vergibt. Je länger die Bauzeit beträgt, desto höher fallen die Bauzinsen aus und können in problematischen Fällen einen beachtlichen Risikofaktor darstellen, da ihre Höhe letztendlich die finanzielle Gesamtbelastung für den Darlehensnehmer aufzeigt. Betrachtet man die Entwicklung des Bauzins, so lässt sich seit 1993 ein kontinuierliches Sinken beobachten.

Experten erstellen aufgrund der genauen Analyse von vier Faktoren eine Bauzins-Prognose: die allgemeine wirtschaftliche Lage, Preise für Staatsanleihen, Nachfrage nach Immobilienkrediten und Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Grundsätzlich geht man bei der Berechnung der Bauzinsen von einer Verzinsung zwischen 2 und 3% des Jahresbetrags des Baukapitals aus, abhängig davon, ob die Erhebung in unregelmäßigen oder regelmäßigen Raten erfolgt. Das vorherrschende Marktzinsniveau, worunter die allgemeine Zinssituation am Kapitalmarkt verstanden wird, hat großen Einfluss auf Bauzinsen und andere Konditionenstellungen der Kreditinstitute an den Darlehensnehmer. Das Marktzinsniveau wiederum ist abhängig von konjunkturellen Entwicklungen, makroökonomische Faktoren und der Politik der EZB. Somit wird die Zinsentwicklung der Baufinanzierung von der Lage auf dem nationalen und internationalen Geldmarkt stark beeinflusst.

Bei der Berechnung von Bauzinsen durch die Bank spielen mehrere Risikofaktoren des Antragstellers eine Rolle. Bonität, Vermögens- und Einkommensverhältnisse des Darlehensnehmers, Fremdkapital, Finanzierungsform und Wert der Immobilie werden als Risikofaktoren durch einen Zinsaufschlag mit eingepreist. Da die Bank den zugesicherten Kredit gegenfinanzieren muss, erhöhen sich mit zunehmender Laufzeit auch Unsicherheiten für die Bank, da die zukünftigen Zinsentwicklungen kaum vorhersehbar sind. Daher müssen bei der Berechnung auch Zinsrisiken mit einkalkuliert werden. Ebenso wird, je nach Vertrag, die Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung in die Berechnung mit einbezogen.

Gerade die Bauzins-Entwicklung der jüngeren Vergangenheit bewegt viele Menschen dazu, eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital zu wagen. Auch ohne eigenes Vermögen können so die Vorteile der Niedrigzinsphasen genutzt werden. Nachteilig sind die höheren Kosten, die die höheren Zinsen mit sich bringen, und höhere Mindesttilgungsraten, die eine größere finanzielle Belastung im Alltag darstellen. Dadurch erhöht sich auch die Gefahr einer Überschuldung.

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