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Nationale Zentralbank

In der Fachsprache des Eurosystems ist die “Nationale Zentralbank” die Zentralbank, (auch: Notenbank) eines Mitgliedstaates der Europäischen Union. Die Deutsche Bundesbank ist die nationale Zentralbank von Deutschland. Die Nationale Zentralbank ist die einzelstaatliche Zentralbank eines Mitgliedstaates, die als die geldpolitische Entscheidungsinstanz gilt, die in einer Volkswirtschaft auftritt. In Bezug auf das Eurosystem wurde zur sprachlichen Vereinfachung die Abkürzung “NZB” eingeführt. Im Rahmen der “EWU” (Europäische Währungsunion) bilden die nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten gemeinsam mit der “EZB” (Europäischen Zentralbank) das Europäische System der Zentralbanken (ESZB).

Die nationale Zentralbank übernimmt in jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union die technische Durchführung der geldpolitischen Beschlüsse, die die Räte der EZB vorgeben. Weiter verwaltet die nationale Zentralbank die nationalen Devisenreserven und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Darüber hinaus erstellt sie die Zentralbankbilanz und die nationale Zahlungsbilanz. Im Rahmen der nationalen Zahlungsbilanz ist die nationale Zentralbank für die Erhebung der notwendigen statistischen Daten verantwortlich. Die Nationale Zentralbank wickelt den grenzüberschreitenden und inländischen Zahlungsverkehr ab und verwaltet die nationalen Währungsreserven.

In jedem Mitgliedstaat ist die Nationale Zentralbank ein fester Bestandteil des Bankensystems, das den Einsatz der geldpolitischen Instrumente der Geldschöpfung und Bankenliquidität steuert. Die nationale Zentralbank ist auf die Aufrechterhaltung des geordneten Geldwesens ebenso fokussiert wie auf die Geldwertstabilität.

Nach den Vorgaben des Maastricher Vertrages verfügt die Nationale Zentralbank über eine hohe Entscheidungsfreiheit. Das Maß der Entscheidungsfreiheit variiert von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat. Hauptsächlich wird die Unabhängigkeit der Nationalen Zentralbank durch vier Kategorien definiert: Die funktionale, institutionelle, finanzielle und personelle Unabhängigkeit der Nationalen Zentralbank bildet die Grundlage der Handlungsweisen. Der Nationalen Zentralbank obliegt die Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Strategien und Methoden, um den gesetzlichen Auftrag durchzuführen. Weiter besteht eine Weisungsfreiheit gegenüber anderen öffentlichen Stellen wie zum Beispiel der Regierung. Über die Verwendung der finanziellen Mittel, im Rahmen der Vorgaben der gesetzlichen Verwendungsmöglichkeiten, kann die Nationale Zentralbank frei entscheiden. Die personelle Unabhängigkeit gibt der Nationalen Zentralbank die Möglichkeit, ein unabhängiges Auswahlverfahren anzuwenden, bei dem die Leitungsorgane der Zentralbank besetzt werden.

Die Nationalen Zentralbanken sind für die geldpolitischen Operationen verantwortlich. Hierunter fällt zum Beispiel die Versorgung der Geschäftsbanken mit dem Geld der Zentralbank (Zentralbankgeld). Die Nationale Zentralbank überwacht die Zahlungsinstrumente und die Finanzmarktinfrastrukturen. Im Rahmen der Erhebung statistischer Daten leistet die Nationale Zentralbank die Zahlungsbilanzstatistik der Banken-, Geld- und Finanzmärkte, die zur Erfassung der Währungsreserven der EU nötig sind. Die Nationale Zentralbank kann auch andere Funktionen wahrnehmen, wenn diese mit den Aufgaben und Zielen der ESZB konform laufen.

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