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Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer (USt) ist im deutschen Steuersystem gleichbedeutend mit der Mehrwertsteuer (MwSt). Es handelt sich um eine Steuer, die das Ausführen von Lieferungen oder sonstigen Dienstleistungen, aus denen sich Umsatz ergibt, gegen einen Leistungsaustausch (Entgelt) durch Unternehmer besteuert.

Für die Umsatzsteuer dient das Entgelt, das ein Unternehmer für die erbrachten Leistungen erzielt, als Bemessungsgrundlage. Der Betrag der Umsatzsteuer wird prozentual dem zu zahlendem Entgelt angepasst. Der Prozentsatz unterscheidet sich je nach Staat und kann von den Regierungen an die wirtschaftliche Lage des Landes angepasst werden. Entgelt und Betrag der Umsatzsteuer bilden gemeinsam den Preis, den der Leistungsempfänger für die Lieferung oder Dienstleistung bezahlen muss. Dadurch, dass das Entgelt in der Regel den Erlös des Unternehmers darstellt und die Umsatzsteuer nicht zu den betrieblichen Kosten gezählt werden kann, hat die Umsatzsteuer keine direkten negativen Auswirkungen auf den Ertrag des Unternehmers.

Innerhalb einer Wertschöpfungskette – also allen Phasen die Wirtschaftsgüter bis zur Endabnahme von einem Käufer durchlaufen – kann eine Umsatzsteuer allphasig, mehrphasig oder einphasig erhoben werden. Im Jahr 1968 wurde das System der Umsatzsteuer in ein Netto-Allphasen-Umsatzsteuer-System mit Vorsteuerabzug umgewandelt. Diese Umwandlung wurde in Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft verabschiedet, um das Steuersystem im europäischen Binnenmarkt zu harmonisieren. Netto-Allphasen-Umsatzsteuer ist folglich seit 1967 wirtschaftlich der korrekte Begriff, um die Umsatzsteuer zu beschreiben. Zu dem System dieser gehört es, alle Phasen der Wertschöpfungskette steuerlich zu belasten, da die Verkäufer nicht wissen können, wann das Ende der Wertschöpfungskette tatsächlich erreicht ist. Durch das System des Vorsteuerabzugs wird dennoch sichergestellt, dass die tatsächliche Steuer erst vom Endkunden gezahlt werden muss. Erst wenn ein Endverbraucher oder ein Unternehmer, der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, ein Produkt erworben hat, kommt es tatsächlich zum Zahlen des Steuerbetrags.

Die Erhebung von Steuern in Form von Verbrauchsabgabe blickt auf eine lange Geschichte und Tradition zurück. Schon seit dem Mittelalter gelten sämtliche Steuern auf Alltagsgüter als eine leicht zu erhebende Steuerart, die große Erträge in Staatskassen bringen kann. Zu Beginn der Steuergeschichte wurden sämtliche Steuern noch mit dem lateinischen Sammelbegriff “Teloneum” bezeichnet und in Form von Verbrauchs- und Verkehrssteuern erhoben. Ab dem späten 15. Jahrhundert wurden Einzelverbrauchssteuern “Akzisen” genannt. 1707 wurde durch die “Generalkonsumptionsakzise” im damaligen Kurfürstentum Sachsen zum ersten Mal eine Steuerart eingeführt, die als indirekte Steuer auf alle Güter des täglichen Bedarfs der modernen Umsatzsteuer schon sehr ähnelte. Durch einen hohen Finanzbedarf nach und während der Weltkriege führte Deutschland schon 1916 eine reichseinheitliche Stempelsteuer auf Warenlieferungen ein, die in den Folgejahren immer weiter ausgebaut und differenziert wurde. Durch die fortschreitende Harmonisierung des europäischen Binnenmarktes und dem Wegfallen von Zöllen und Einfuhrumsatzsteuern sind sämtliche Waren seit 1993 in der Besteuerung den Bestimmungen ihres Herkunftslandes unterworfen. Dieses Prinzip wird als Bestimmungslandprinzip bezeichnet und bildet bis in die heutige Zeit die Grundlage der europäischen Besteuerung.

Momentan gilt in Deutschland für die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer generell ein Steuersatz von 19 Prozent auf sämtliche Dienstleistungen und Lieferungen. Seit 2010 gibt es jedoch Ausnahmen im Bereich des Dienstleistungssektors: Beherbergungsleistungen von Gastwirten und Hoteliers können mit einer reduzierten Mehrwertsteuer von 7 Prozent Leistungen versteuern, um in preislicher Hinsicht auf dem europäischen Tourismusmarkt mithalten zu können. Bei diesen Angaben handelt es sich jedoch um aktuelle Werte, die jederzeit einer Änderung durch einen Beschluss des Bundestags unterliegen können und immer wieder als Wahlkampfthema aufgegriffen werden.

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