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Gewerbeimmobilien

Gewerbeimmobilien werden dauerhaft geschäftlich genutzt. Eine Gewerbeimmobilie kann ein Gebäude oder eine Fläche sein. Wird ein Wohngebäude mit einer Fläche von mehr als 50 Prozent gewerblich genutzt, dann wird es neben den reinen Gewerbeimmobilien ebenfalls als Gewerbeimmobilie bezeichnet.

Arten von Gewerbeimmobilien

Gewerbeimmobilien werden in unterschiedliche Arten eingeteilt. Zu den Produktionsimmobilien zählen Lagerhallen, Kühlhallen oder Verteilerzentren. Als Handelsimmobilien werden Geschäfte des Einzelhandels und Supermärkte bezeichnet. Es gibt Logistikimmobilien, Büroimmobilien, Freizeitimmobilien und Spezialimmobilien wie Autohöfe oder Bahnhöfe.

Preise für Gewerbeimmobilien

In einem attraktiven Umfeld für Gewerbetreibende sind die Preise für Gewerbeimmobilien höher als in unattraktiven Gegenden. So erzielen Einzelhandelsgeschäfte in Stadtlage einen höheren Verkaufspreis als in ländlichen Gegenden. Der Preis von Gewerbeimmobilien richtet sich nicht nach dem Sachwert des Gebäudes, sondern wird nach den wirtschaftlichen Erträgen berechnet.

Spezielle Konditionen

Gewerbeimmobilien setzen sich gegenüber Wohnimmobilien klar ab. Finanzierung, Steuerrecht und Baurecht sind anders geregelt. Mietverträge für Gewerbeimmobilien können weitestgehend frei gestaltet werden. Es gelten weder Sozialklauseln, Kündigungsvorschriften noch eine vorgeschriebene Miethöhe. Bei den Mietkosten wird die Mehrwertsteuer ausgewiesen. Sie kann später beim Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Beim Verkauf von Gewerbeimmobilien wird die Grunderwerbssteuer berechnet. Steuerliche Besonderheiten ergeben sich, wenn die Gewerbeimmobilie zum Betriebsvermögen dazu gerechnet wird. Die Absetzung für Abnutzung erhöht sich hier auf drei Prozent.

Abschreibungsmöglichkeiten für Gewerbeimmobilien

Abschreibungsmöglichkeiten erstrecken sich nur auf die Immobilie, nicht auf das Grundstück. Anschaffungs- und Herstellungskosten werden auf die Nutzungsjahre verteilt abgeschrieben.

Kaufen oder mieten?

Für Gewerbeimmobilien gibt es wie für den privaten Wohnungsmarkt einen Mietpreisspiegel. Die Orientierungsmöglichkeit für die Miete von Gewerbeimmobilien erlaubt einen Vergleich mit einem gleichwertigen Objekt. Der Mietpreisspiegel ist eine gute Verhandlungsbasis, denn der Mietpreis bei Gewerbeimmobilien ist frei verhandelbar. Der Kauf einer Gewerbeimmobilie ist eine Alternative zur Miete. Bei der Finanzierung spielt die Bonität des Investors eine entscheidende Rolle. Mögliche Fördermittel zur Finanzierung sind der Unternehmerkredit oder das ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramm (KfW), wenn beim Kauf Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt oder eine Sanierung von Altlasten ansteht.

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