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Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (kurz EnEV) ist eine rechtliche Bestimmung für Wohnhäuser, Bürokomplexe und Betriebsgebäude. In ihr sind Bestimmungen zur effizienten Energienutzung und -einsparung festgelegt. Zu diesen Standardfestsetzungen zählen unter anderem der Wärmeschutz des Gebäudes, sowie die Energieeffizienz der eingebauten Energiesysteme.

Gesetz vom Oktober 2013

Am 16. Oktober 2013 erfolgte der Beschluss der Bundesregierung zur Überarbeitung der Energieeinsparverordnung. Grundlage für die Erneuerung ist das Kyoto-Protokoll von 1997. Darin ist das Ziel der Bundesregierung festgelegt, bis zum Jahr 2050 alle Gebäude in einem klimaneutralen Zustand gebracht zu haben. Folgende Änderungen wurden in der neuen Verordnung beschlossen:

  • Senkung der Werte des primären Energiebedarfs für Neubauten um 25 Prozent
  • Erniedrigung der Werte zum Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um 20 Prozent
  • Austausch von Heizkesseln, die mehr als 30 Jahre alt sind
  • Vereinfachung des Nachweises zur EnEV für Wohngebäude
  • Stichprobenkontrollen zur Einhaltung der Richtlinien durch die Bundesländer

Mieter müssen sich mit den neuen Regelungen nicht befassen. Allerdings können sie sich bei der Suche nach einem Mietobjekt an den Kennziffern zur Energieeffizienz orientieren. Diese müssen nach der Verordnung mit aufgeführt werden.

Inhalt der EnEV

Die Energieeinsparverordnung ist die Zusammenführung der Verordnung für Heizungsanlagen und der Verordnung zum Wärmeschutz. Dadurch sollen auch die Energiemengen berücksichtigt werden, die durch die Speicherung in den Anlagen verloren gehen. Diese Änderung hat zur Folge, dass nicht mehr die verfügbare Nutzenergie im Fokus steht. Hiermit soll die dem Endverbraucher übergebene Energie ausschlaggebend sein. Der Energiebedarf wird aber primärenergetisch berechnet. Das bedeutet, dass auch Verluste beim Energieträger mit in die Verordnung einbezogen werden. Auch die Wärme, die vom Gebäude an die Umgebung durch Transmission abgegeben werden darf, wird mit Grenzwerten festgesetzt. Mit diesen Richtlinien soll es möglich sein, Verluste auszugleichen. Wenn beispielsweise der Wärmeverlust durch ein Gebäude sehr hoch ist, kann dieser durch eine effiziente Heizanlage ausgeglichen und miteinander verrechnet werden. Entscheidend ist die Ökobilanz, die sich durch die gesamte Betrachtung ergibt. In der EnEV werden erstmals auch Gewinne berücksichtigt, die durch die Nutzung der Solarenergie entstehen.

Primärer und Endenergiebedarf

Der primäre Energiebedarf beinhaltet den Verlust, der während der Aufbereitung und des Transportes vom Energieträger bis zum Endverbraucher entsteht. Auch Verluste, die durch die Speicherung und die Verteilung im Gebäude anfallen, werden hier berücksichtigt. Darüber hinaus wird im Primärenergiebedarf auch der Endenergiebedarf festgehalten. Dieser Bedarf ist die Menge, die aus der Abdeckung des Wärmebedarfs für Heizung und die Aufbereitung von Trinkwasser errechnet wird. In die Berechnungen fallen ebenfalls Verluste ein, die durch die Anlagetechnik im Gebäude entstehen. Der Heizwärmebedarf ist die Energiemenge, die eine Heizung an einen Innenraum abgibt. Dieser Wert ist durch die EnEV festgelegt und liegt bei 40 bis 70 kWh/(m²a). Der Trinkwasserwärmebedarf, also die Energiemenge, die für die Erwärmung von Trinkwasser benötigt wird, liegt bei 12,5 kWh/(m²a). Das entspricht im Durchschnitt einer Menge von 23 Litern pro Person und Tag.

Anwendungsgebiet

In Deutschland gilt die EnEV für Gebäude, deren Innentemperatur bei 19 Grad Celsius liegen wird und die für einen Zeitraum von mindestens vier Monaten pro Jahr geheizt werden. Häuser, die zum Wohnen genutzt werden, sind ebenfalls zur Einhaltung der Gesetze verpflichtet. Ebenfalls fallen solche Gebäude unter die Energieeinsparverordnung, dessen Innentemperatur zwischen 12 Grad und 19 Grad Celsius liegt. Bei diesen Bauten werden zusätzlich Anforderungen an energieverbrauchende Anlagen, wie Trinkwasseraufbereitung und Raumlüftung Anforderungen gestellt. Nicht berücksichtigt werden:

  • nicht abgeschlossene Betriebsgebäude und solche, die für die Tierhaltung genutzt werden
  • denkmalgeschützte Bauwerke, mit Ausnahme von der Landesbehörde
  • Gewächshäuser und Bauten, die unter der Erde liegen
  • Gebäude, die auf- und abgebaut werden müssen (Zelte)

Richtlinien für Neu- und Umbauten

Neubauten, die eine Innentemperatur von mindestens 19 Grad Celsius haben, müssen die Standardfestsetzungen der Verordnung nachweisen können. Dabei dürfen die Höchstwerte des primären Jahresenergiebedarfs nicht überschritten werden. Ebenfalls müssen die Richtlinien zum Wärmeverlust durch Transmission eingehalten werden. Neue Gebäude, die eine niedrigere Temperatur, oder ein geringeres Gesamtvolumen besitzen, haben geringere Werte einzuhalten. Werden Altbauten erneuert, müssen diese die festgesetzten Werte zum maximalen Wärmedurchgang einhalten. In bestimmten Fällen reicht ein Nachweis aus, dass der jährliche Primärenergiebedarf nicht überschritten wird. Für Altbauten liegt dieser Bedarf 40 Prozent über dem Bedarf von Neubauten. In dem Fall, dass ein altes Gebäude mit zusätzlichen Räumen erweitert wird, gelten die Bedingungen für Neubauten.

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