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Bauherr

Der Bauherr (häufig mit der Abkürzung BH gekennzeichnet) ist die Person, die sowohl rechtlich wie auch wirtschaftlich-finanziell für die Umsetzung eines Bauprojekts die Verantwortung trägt. Juristische Personen (Firmen, staatliche Organe, etc.) dürfen neben natürlichen Personen ebenfalls als Bauherr auftreten. Es ist zudem nicht notwendig, dass der Bauherr zugleich der Eigentümer des Neubaus ist. Er kann das Vorhaben auch im Auftrag umsetzen und muss nicht zwangsläufig im eigenen Namen aktiv werden.

Die Pflichten eines Bauherren

Ein Bauherr muss laut der jeweiligen Landesbauordnung mindestens zwei Personen für die Umsetzung des Bauprojekts beauftragen: Zum einen den Entwurfsverfasser (zumeist ein Architekt oder ein Bauingenieur) und zum anderen einen Unternehmer, der seinerseits dafür Sorge trägt, dass die konkreten Arbeiten durchgeführt werden. Dem Bauherren obliegt die Vorbereitung, Kontrolle und Ausführung des Vorhabens. Er ist deshalb eigentlich auch für alle Gänge zu den Ämtern verantwortlich, die beispielsweise nötig werden, um Anträge einzureichen, Vorlagen zu erbringen und die Baufortschritte anzuzeigen. Diese Aufgaben können allerdings auch an den Entwurfsverfasser weitergegeben werden.

Bei der Auswahl der beiden Beauftragten ist der Bauherr dazu verpflichtet, deren Sachkompetenz nachzuweisen. Hat die zuständige Behörde in diesem Punkt Zweifel, kann sie deren Ablösung verlangen. Im Extremfall hat das Amt sogar die Möglichkeit, die Baustelle so lange still zu legen, bis Entwurfsverfasser und Bauunternehmer ausgetauscht worden sind.

Der Bauherr muss Sicherheit und Verkehrssicht gewährleisten

Eine weitere Pflicht, der ein Bauherr nachzukommen hat, ist die Garantie der Sicherheit auf der Baustelle. Hierzu zählt auch explizit die Verkehrssicherheit – und zwar nicht nur auf dem eigentlichen Baugrund, sondern auch auf dem Weg zur Baustelle. Der Bauherr muss sicherstellen, dass keine Dritten durch die Arbeiten gefährdet werden dürfen. Ist die Baustelle beispielsweise direkt an einer viel befahrenen Straße, dürfen die Baufahrzeuge nicht so abgestellt werden, dass durch diese gefährliche Engstellen entstehen.

Der Bauherr ist in diesem Punkt auch dann haftbar, wenn er die konkrete Umsetzung beispielsweise an einen Architekten delegiert hat. Der Bundesgerichtshof (Bundesgerichtshof, 13.03.2007, VI ZR 178/05) entschied in einer Leitsatzentscheidung, dass die Haftung nur in Ausnahmefällen übergehen darf. Dies wäre dann der Fall, wenn man dem Architekten beispielsweise ein grob schuldhaftes Verhalten nachweisen kann.

Der Bauherr kann wechseln

Ein Wechsel des Bauherren in einem laufenden Bauprojekt ist grundsätzlich möglich. Sollte dieser nötig werden, muss er der zuständigen Behörde umgehend schriftlich angezeigt werden. Einige Ämter bieten hierfür Vordrucke an. Bei anderen genügt es hingegen, wenn ein formales Schreiben eingereicht wird.

Der Bauherr beendet das Bauprojekt

Der Bauherr beginnt ein Bauvorhaben nicht nur durch die Beauftragung von Entwurfsverfasser und Unternehmer, sondern beendet es auch. Hierfür muss er den Bau abnehmen. Er bestätigt damit, dass die Arbeiten gemäß seiner Vorgaben durchgeführt worden sind. In der Regel nimmt zuvor die Behörde im Rahmen einer Begehung den Bau ab, damit der Bauherr bei etwaigen Mängeln noch die Chance hat, diese ausbessern zu lassen.

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