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Einkommensteuergesetz

Eine der wichtigsten Grundlagen für jeden Freiberufler ist die Versteuerung seiner Einnahmen. Die sogenannte Einkommensteuer, die der Freiberufler zu entrichten hat, zielt dabei auf das Einkommen jeglicher natürlicher Personen ab. Hierfür gilt eine spezielle Regelung, die sowohl auf das bundesweite Einkommen als auch auf das gesamte internationale Einkommen abzielt. Als gesetzliche Grundlage für dieses zu versteuernde Einkommen gilt dabei das Einkommensteuergesetz (EStG). Es ist hierbei jedoch nicht lediglich das Einkommen aus der Arbeitskraft gemeint, sondern vielmehr sämtliche Einnahmen, die der Freiberufler monatlich erzielt. Diese können sowohl aus Lohnsteuer, Kapitalertragssteuer als auch Bauabzugsteuer und Aufsichtsratsteuer bestehen. Aus diesem Grund werden sie auch als sogenannte Quellensteuern tituliert, da jeder freiberuflich tätige Mensch diese Steuer direkt zu entrichten hat. Weiterhin gilt die Einkommensteuer als direkte Steuer, da Steuerträger und Steuerschuldner identisch sind. Die Umsatzsteuer beispielsweise gilt nicht als direkte Steuer, da in diesem Fall der Steuerschuldner als Unternehmer gilt und der Endverbraucher der Steuerträger ist. Die Ertragshoheit der Einkommensteuer gilt als Gemeinschaftssteuer, da sie gleichwohl an Länder, Gemeinden und den Bund abzuführen ist. Sie ist sowohl eine Personensteuer, eine Ertragsteuer als auch eine Subjektsteuer. Es gibt jedoch einige wichtige Grundlagen zu berücksichtigen: Zum einen wäre bei Gesellschaften die Form zu berücksichtigen und zum anderen die Einkunftsarten. Die wichtigste Form des Steueraufkommens der Einkommensteuer ist die Lohnsteuer. Der Gesetzgeber kennt bei der sachlichen Steuerpflicht insgesamt sieben Einkunftsarten, welche gesetzlich nach §2 Abs. 1 Satz 1 bis 7 des EStG festgelegt sind:

  • Einkünfte aus Land-/Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte sonstiger Natur

Bei einer Personengesellschaft ist diese nicht das Besteuerungsobjekt, da diese nicht direkt der Einkommensteuer unterliegen. Die Gesellschafter jedoch sind zur Abfuhr von Einkommensteuer aus ihrem Gewinnanteil verpflichtet. Die Personengesellschaft an sich unterliegt der Körperschaftsteuer. Auch juristische Personen (beispielsweise Kapitalgesellschaften) unterliegen dem Einkommensteuergesetz, jedoch gelten hierfür andere gesetzliche Bestimmungen.

Der Empfänger der Einkommensteuer wurde bereits 1949 im Grundgesetz verankert. Hier wurde die Zuständigkeit der Länder festgelegt jedoch mit der Einschränkung, dass der Bund im Falle der Notwendigkeit daran partizipieren kann. Mit dem Jahr 1955 wurde ein Verfassungsänderungsgesetz beschlossen, welche die Einkommensteuer zur Gemeinschaftssteuer erklärte und Länder, Gemeinden und Bund als gemeinsamen Zuständigkeitsträger festlegte. Die letztmalige, bedeutsame Änderung hat das EStG im August 1974 erfahren, als der Sonderausgabenabzug einer Neuregelung unterzogen wurde. Weiterhin maßgeblich für die Besteuerung ist, dass die freiberuflich tätige Person ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

Für die Einkommensteuer gilt das Prinzip der Abschnittsbesteuerung nach § 2 Abs. 7 Satz 2 EStG. Als Veranlagungszeitraum gilt das Kalenderjahr. Es kann bei gewerblich tätigen Menschen jedoch nicht selten vorkommen, dass das sogenannte Wirtschaftsjahr vom Kalenderjahr abweichend ist. In diesem Fall gilt der Veranlagungszeitraum für den Zeitraum, in welchem das Wirtschaftsjahr als beendet angesehen wird. Dieses Prinzip gilt auch bei den Einkünften aus Land-/Forstwirtschaft, da es zu unterschiedlichen Erntezeiten / Ernteerträgen kommen kann. In diesem Fall wird der Gewinn auf die jeweiligen Veranlagungszeiträume zeitanteilig verteilt.

Die Einkommensteuer wird in der Einkommensteuererklärung veranlagt. Aufgrund der steuergesetzlichen Regelung ist jeder freiberuflich Erwerbstätige zu der Abgabe seiner Einkommensteuererklärung verpflichtet. Als Stichtag für die Abgabe der Einkommensteuererklärung gilt hierbei der 31. Mai des folgenden Kalenderjahrs. Diese Frist kann jedoch auf Antrag des freiberuflich tätigen Erwerbstätigen von dem zuständigen Finanzamt verlängert werden. Um diese Verlängerung zu erreichen, ist ein einfacher schriftlicher Antrag an das Finanzamt vollumfänglich ausreichend. In dem Fall ergeht ein Verlängerungsbescheid unter Fristsetzung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung zum vereinbarten Zeitpunkt.

Bei Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit, immerhin das größte Beschäftigungsfeld in Deutschland, wird umgangssprachlich sehr oft vom sogenannten “Lohnsteuerjahresausgleich” gesprochen. Dieser Begriff ist jedoch rechtlich nicht korrekt, da sich die Steuererklärung einzig auf das Einkommen des Arbeitnehmers bezieht. Der Steuersatz war in den letzten Jahren immer wieder starken Schwankungen unterworfen, ist jedoch bei nichtselbständiger Tätigkeit, im Vergleich zu der freiberuflichen Tätigkeit, relativ konstant geblieben. Letztlich ist in Deutschland jeder erwerbstätige Mensch dazu verpflichtet, Steuer auf sein Einkommen abzuführen. Anders als bei selbstständigen Menschen sind nichtselbstständige Menschen jedoch nicht dazu verpflichtet, eine Lohnsteuererklärung bei dem zuständigen Finanzamt abzugeben. Das Finanzamt kann jedoch, im begründeten Verdachtsfall, jeden erwerbstätigen Menschen dazu auffordern, eine Steuererklärung einzureichen. Bei nichtselbstständigen Arbeitnehmern ist dieses jedoch, angesichts des hohen damit verbundenen Aufwandes, eine Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht die gängige Praxis.

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