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Denkmalschutzgesetz

Denkmalschutz bezeichnet den besonderen gesetzlichen Schutz von historischen Kulturgütern baulicher oder anderer Art. Der Denkmalschutz betrifft vor allem Bauwerke. Diese sind zumeist Häuser, können aber genauso gut Brücken, Kirchen, Straßen, Bahnhöfe oder andere Bauwerke sein. Daneben können auch Dinge vom Denkmalschutz betroffen sein, die nicht im engeren Sinne ein Bauwerk sind oder gar nicht von Menschenhand erschaffen wurden, etwa Parkanlagen, Steine wie Findlinge oder einzelne Bäume. Einen weiteren Sonderfall bilden archäologische bzw. paläontologische Fund- oder Grabungsstätten.
Darüber hinaus sind auch mobile Güter dem Denkmalschutz unterworfen, darunter zum Beispiel Gemälde oder Ähnliches.

Der Denkmalschutz unterliegt in der Bundesrepublik Deutschland dem Landesrecht. Dementsprechend gibt es nach Anzahl der Bundesländer sechzehn verschiedene Gesetzeswerke, die im Vergleich untereinander durchaus unterschiedlich sind. Diese Gesetze sind dem Verwaltungsrecht zuzuordnen. Neben dem gesetzlichen Schutz für Denkmäler existieren zahlreiche private Initiativen oder Vereine, die sich des Denkmalschutzes annehmen. Die ersten Gesetze zum Denkmalschutz entstanden im 19. Jahrhundert.

Der Denkmalschutz und damit der Erhalt von Kulturgütern gerät häufig in ein Spannungsfeld oder sogar in Gegensatz mit wirtschaftlichen Interessen oder Eigentumsinteressen. Denn der Denkmalschutz setzt dem an sich grundgesetzlich garantierten Schutz des Eigentums zuweilen gravierende Grenzen, die theoretisch auch zur Enteignung führen können. So dürfen geschützte Gebäude nicht abgerissen oder umgebaut werden. Auch ansonsten begrüßenswerte Modernisierungen, etwa in Hinblick auf Energieeffizienz, können nicht ohne Genehmigung oder vielleicht sogar gar nicht vorgenommen werden.

In der Konsequenz kann der Eigentümer oder Mieter eines denkmalgeschützten Gebäudes erheblichen Nachteilen oder finanziellen Belastungen ausgesetzt sein. So kann es für einen gewerbetreibenden eine große Hürde darstellen Firmen- oder Werbeschilder an einem denkmalgeschützten Gebäude anzubringen. In einem denkmalgeschützten Gebäude können zum Beispiel nicht die in der Regel ebenfalls denkmalgeschützten Fenster durch moderne und energieeffiziente Fenster ersetzt werden.
Sachverhalte wie dieser sind regelmäßig ein Hemmnis, das Interessenten vom Kauf oder der Nutzung eines denkmalgeschützten Gebäudes Abstand nehmen lässt.

Auf der anderen Seite ist sich der Gesetzgeber der besonderen Verpflichtungen und zuweilen Belastungen der Besitzer und Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien bewusst und trägt dem mit speziellen Förderprogrammen und Steuergesetzen Rechnung. Darunter fallen besondere Abschreibungsmöglichkeiten für Aufwendungen, die zum Erhalt denkmalgeschützter Gebäude dienen oder sonstige erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten.
Weitere Vergünstigungen bieten sich im Bereich der Grundsteuer, die unter Umständen erlassen oder zumindest gemindert werden kann.

Neben den genannten Kriterien kann der Besitz oder die Nutzung eines denkmalgeschützten Gebäudes ein gewisses Prestige ausstrahlen. Häufig befinden sich solche Gebäude in Innen- oder Altstädten und somit in attraktiver Lage.

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