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Grunderwerbsteuer Hessen

Beim Kauf einer Immobilie fällt die Entrichtung einer Grunderwerbsteuer an, die den Bundesländern zusteht – so auch in Hessen. Bei der Grunderwerbsteuer handelt es sich um eine Steuer, die gemäß § 1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) beim Erwerb von inländischen Grundstücken oder Grundstücksanteilen in der Regel vom Immobilienkäufer gezahlt werden muss. Die Grunderwerbsteuer stellt demnach einen prozentualen Anteil vom Kaufpreis dar, der diesem beim notariellen Kaufabschluss hinzuberechnet wird.

Die einmalig anfallende Grunderwerbsteuer ist nicht zu verwechseln mit der Grundsteuer, die jährlich an die Gemeinde entrichtet werden muss, in der sich die Immobilie befindet.

Wer muss Grunderwerbsteuer zahlen?

Als Steuerschuldner und somit zahlungsverantwortlich beschreibt § 13 Nr. 1 GrEStG die Partei, die einen Immobilienkaufvertrag abschließt: also den Immobilienkäufer. Um tatsächlich gewerbesteuerpflichtig zu werden, muss beim Kauf gemäß § 3 Nr. 1 GrEStG eine Mindestgrenze in Höhe von 2.500 € überschritten werden.

Wer legt die Höhe der Grunderwerbsteuer fest?

Seit der 2006 in Kraft getretenen Föderalismusreform haben die Bundesländer gemäß Artikel 105 Absatz 2a Satz 2 des Grundgesetzes das Recht, die Höhe der Grunderwerbsteuer individuell festzulegen. Die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich dementsprechend von Bundesland zu Bundesland und bewegt sich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Während Bayern und Sachsen den seit 2006 geltenden Steuersatz von 3,5 Prozent nicht erhöht haben, liegt dieser in Hessen aktuell bei 6,0 Prozent (Stand: 01.01.2021). Hessen gilt somit als ein Profiteur der Föderalismusreform. Die gesamtdeutschen Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer beliefen sich im Jahr 2019 auf rund 15,79 Milliarden Euro.

Wie sieht es mit der Grunderwerbsteuer in anderen Bundesländern aus?

Während sich Bayern und Sachsen mit einem Grunderwerbsteuersatz von 3,5 Prozent auf tendenziell niedrigem Niveau bewegen, bilden Bundesländer wie Thüringen, Schleswig-Holstein und das Saarland mit 6,5 Prozent die Spitzenreiter. Im Mittelfeld liegt zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern mit 5,0 Prozent Grunderwerbsteuer.

Wie hoch sind die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer in Hessen?

Die Einnahmen in Hessen bewegten sich zwischen 403 und 563 Millionen Euro bis die Grunderwerbsteuer am 01.01.2013 auf 5 % und am 01.08.2014 auf 6 % erhöht wurde. Das hatte zur Folge, dass die Einnahmen der Grunderwerbsteuer in Bezug auf das Jahr 2009 um knapp über 300 Prozent gestiegen sind. Im Jahr 2019 lagen die hessischen Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer bei rund 1,7 Milliarden Euro.

 

Die Grafik darf bei Nennung des Urhebers ESTADOR GmbH gern online geteilt oder auf Websites benutzt werden. Dabei ist die Seite als Quelle zu verwenden.

 

Wie wird die Grunderwerbsteuer berechnet?

Wechseln eine Immobilie oder ein Grundstück den Eigentümer, ergibt sich die Höhe der Grunderwerbsteuer aus der Anwendung des jeweiligen Steuer-Prozentsatzes auf die Bemessungsgrundlage. Als Bemessungsgrundlage gilt nach § 8 Absatz 1 GrEStG die Gegenleistung, also im vorliegenden Fall der Kaufpreis, den ein Immobilienverkäufer für die Veräußerung seines Grundstücks erhält.

Wenn der Kaufpreis für ein Grundstück mit Haus beispielsweise 300.000 € beträgt, liegt die Grunderwerbsteuer, die der Käufer in Hessen zu zahlen hat, bei 18.000 €.

So kann mithilfe des praktischen Grunderwerbsteuer-Rechners der Steuerbetrag für den Immobilienkauf in Hessen berechnet werden

Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Grunderwerbsteuer-Rechner von ESTADOR kann jetzt unkompliziert und schnell der individuelle Grunderwerbsteuerbetrag berechnet werden. Tragen Sie dazu nur Ihren Kaufpreis und das entsprechende Bundesland ein und bestätigen Sie den Berechnungsvorgang.

 

Grunderwerbsteuer berechnen

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Weitere Nebenkosten beim Kauf von Immobilien in Hessen

Die Grunderwerbsteuer stellt im Bundesland Hessen eine der folgenden Kaufnebenkosten von Immobilien dar:

  • Notarkosten: Die Kosten für die notarielle Beglaubigung machen etwa 1,0 Prozent des Kaufpreises aus.
  • Grundbuchkosten: Die Kosten für die Eintragung im Grundbuch belaufen sich auf 0,5 Prozent des Kaufpreises.
  • Optionale Maklerkosten: Die Maklerprovision beläuft sich bis zu rund 7,0 Prozent des Kaufpreises.
  • Grunderwerbskosten: Die Kosten für die Grunderwerbsteuer in Hessen betragen seit dem Jahr 2014 6,0 Prozent.

Je nachdem, ob der potenzielle Immobilienkäufer sich in Hessen für den Grunderwerb über einen Makler oder im Alleingang entscheidet, ist also mit durchschnittlichen Kaufnebenkosten in Höhe von 7,5 bis 12,5 Prozent des zugrundeliegenden Kaufpreises zu rechnen.

Welche Ausnahmen gelten in puncto Grunderwerbsteuer?

Zur Zahlung der Grunderwerbsteuer ist im Bundesland Hessen nur verpflichtet, wer Immobilieneigentum mit einem Kaufpreis in Höhe von mindestens 2.500 € erwirbt. Grundstück- oder Immobilienkäufe unterhalb dieser Freigrenze gelten als grunderwerbsteuerfrei.

Weitere Ausnahmen bilden in diesem Zusammenhang Erbschaften sowie Schenkungen. Diese sind im § 3 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) und im § 7 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) geregelt. Erbvorgänge und Schenkungen zwischen Ehegatten oder Verwandten in gerader Linie (beispielsweise von den Eltern an die Kinder) sind grundsätzlich von der Grunderwerbsteuer befreit. Dort können allerdings andere Steuerzahlungen anfallen.

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