Zinsentwicklung auf dem Immobilienmarkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins erhöht. Seit dem 14. September liegt dieser bei 1,25 Prozent. Ein großer Schritt. Denn immerhin waren die Leitzinsen jahrelang nicht angepasst worden. Schon Anfang des Jahres hatte es eine Erhöhung von 0 auf 0,5 Prozent gegeben. 

Doch was hat dies für Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, im Speziellen für Sie als Anleger und Immobilienbesitzer? Wir erklären Ihnen die wichtigsten Zusammenhänge und beantworten die dringendsten Fragen.

Was ist der Leitzins?

Beim Leitzins handelt es sich um den Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei einer Zentralbank Geld leihen und/oder dieses anlegen können. Festgelegt wird die Höhe des Leitzinses von der jeweils zuständigen Zentralbank. Im Fall der Eurozone von der EZB.

Der Leitzins hat unmittelbar Auswirkungen auf die aktuelle Wirtschaftslage, die Inflation sowie den Eurokurs

Derzeit haben wir in Deutschland sowie in ganz Europa mit einer hohen Inflation zu kämpfen. Allein in Deutschland liegt die Inflationsrate bei rund 8 Prozent. Grund dafür ist unter anderem der Ukraine-Krieg. Obendrein wirkt sich die Coronapandemie nach wie vor auf die Zinsentwicklung aus. 

Die Folgen hiervon spüren wir alltäglich: steigende Preise für Lebensmittel, Benzin, Strom und Gas. Tatsache ist, dass Sie für Ihr Geld weniger kaufen können. Es verliert an Wert. 

Die Erhöhung des Leitzinses auf 1,25 Prozent soll dieser Entwicklung entgegenwirken und die Verbraucher entlasten. Die Idee dahinter ist recht simpel: Durch den höheren Leitzins ist weniger Geld im Umlauf und die Wirtschaft wird gebremst. Auf diese Weise sollen sich die Preise mittel- und langfristig stabilisieren.

Auswirkungen auf den Bauzins

Wie entwickeln sich nun aber die Zinsen für Immobilien? Je nachdem, wie hoch der Leitzins ist, geben die Banken die hierdurch entstehenden Kosten an die Verbraucher weiter. So sichern Sie sich eine Refinanzierung. 

War es jahrelang möglich, Darlehen zu günstigen Konditionen zu erhalten, liegen die Zinsen inzwischen bei knapp 3 bis 3,25 Prozent. Tendenz steigend. Experten gehen davon aus, dass die Bauzinsen in den kommenden Monaten weiter steigen werden. In der Praxis liegen sie zwischenzeitlich teilweise schon bei über 3,5 %.

Fallen die Preise?

Der starke Zinsanstieg hat den Immobilienmarkt in Bewegung gebracht. Bereits jetzt ist ein leichter Rückgang der Preise zu beobachten. Da sich weniger Menschen ein Eigenheim oder eine Immobilie als Kapitalanlage leisten können, verengt sich der Käuferkreis. 

Dennoch erwarten Experten keinen starken Rückgang der Immobilienpreise. Das begrenzte Angebot sorgt weiterhin für eine hohe Nachfrage. Gerade in den Ballungszentren. In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und München werden die Preise weiterhin stabil bleiben. 

Zinsen für Immobilien: Folgen für neue Anleger und Immobilienbesitzer

Die Zinsentwicklung auf dem Immobilienmarkt hat jedoch Auswirkungen auf neue Anleger sowie Immobilienbesitzer. 

Neue Anleger sollten Angebote für Immobilienkredite sowie deren Zinsen gut vergleichen. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben sich die Voraussetzungen und Konditionen deutlich verschärft. Die Folge sind hohe monatliche Raten sowie höhere Zinskosten insgesamt.

Hinzu kommt, dass der Zins nicht nur von der aktuellen wirtschaftlichen Lage abhängig ist. Ihre persönliche Situation spielt ebenfalls eine große Rolle. Je sicherer etwa Ihre berufliche Situation ist, desto attraktiver ist der Zinssatz, den Ihnen eine Bank anbieten wird. Weiterhin spielen die Höhe Ihres Eigenkapitals, des Darlehens sowie der vorgesehene Tilgungsplan eine entscheidende Rolle. 

Unser Tipp: Holen Sie für sich die bestmöglichen Konditionen raus. Dazu zählen unter anderem kostenlose Sondertilgungen.

Wer bereits Immobilienbesitzer ist, sieht sich derzeit zwei Herausforderungen gegenüber: 

  1. Läuft Ihre Zinsbindung bald ab, müssen Sie mit Ihrer Bank neu verhandeln. Die aktuelle Zinsentwicklung auf dem Immobilienmarkt wird sich auf Ihre Anschlussfinanzierung auswirken. Sie haben die Wahl zwischen einer Prolongation und einer Umschuldung. Bei einer Prolongation können Sie Ihre bisherige Baufinanzierung zu einem neuen Zinssatz fortführen. Bei einer Umschuldung wird eine weitere Finanzierung zu neuen Konditionen abgeschlossen. 
  2. Die steigenden Energiekosten haben ebenfalls Auswirkungen für Immobilienbesitzer. Zum einen auf Ihren Geldbeutel. Wer bei der Baufinanzierung knapp kalkuliert hat, für den könnten die Preise zum Dilemma werden. Zum anderen nimmt die Bedeutung des energetischen Zustands Ihrer Immobilien zu. Um den Wert eines Objektes langfristig zu erhalten oder gar zu erhöhen, sind passende Sanierungen und Modernisierungen ratsam.

Lohnt sich die Investition in Immobilien dennoch?

Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt: Immobilien sind wertbeständig. Damit stellen sie eine echte Möglichkeit dar, sich vor der Inflation zu schützen. Gerade wenn Sie Ihr Geld in eine Immobilie mit Renditechancen investieren, ist Ihr Kapital langfristig gut angelegt. Dies ist jedoch stark von Ihren persönlichen Umständen sowie dem passenden Objekt abhängig. 

Ausreichend Eigenkapital sowie hohe Sicherheiten sind Voraussetzung, um gute Finanzierungsangebote zu erhalten. Wer diese nicht mitbringt, sollte über Alternativen nachdenken. Zwar wirkt sich der steigende Leitzins negativ auf die Zinsentwicklung am Immobilienmarkt aus, allerdings hat er einen positiven Einfluss auf die Sparzinsen. Einzahlungen aufs Tagesgeld- oder Festzinskonto lohnen sich entsprechend wieder. 

Ausblick und Empfehlung

Um der Inflation langfristig entgegenzuwirken, schließt die EZB eine weitere Anhebung des Leitzinses bis zum Ende des Jahres nicht aus. Dies wird sich in den Zinsen für Immobilien ebenfalls widerspiegeln. Dennoch gehen Experten nicht davon aus, dass die Immobilienpreise stark zurückgehen werden.  

Interessierte Kapitalanleger und private Käufer sollten die aktuelle Zinsentwicklung des Immobilienmarktes gut im Auge behalten. Der Vergleich mehrerer Kreditangebote lohnt sich. Lange Sollzinsbindungen und flexiblen Vereinbarungen für beispielsweise Sondertilgungen machen gute Angebote aus. Ebenso sollten Sie geschickt verhandeln und sich Zeit bei der Suche nach der passenden Immobilie nehmen. 

Gerne beraten wir Sie umfassend zu Ihren Möglichkeiten. Investieren in Immobilien besser mit den Profis von ESTADOR als Partner – wir verhelfen Ihnen auch in Krisenzeiten zur stabilen Wertanlagestrategie. 

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