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Wie kam der IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel 2007/2008 zustande?

Wie kam der IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel 2007/2008 zustande?

Für Interessierte von Miet- und Kaufpreisen von Wohnimmobilien hielt der IVD 2008 den Wohnimmobilien-Preisspiegel bereit. Hierin waren für ca. 370 Städte in Deutschland die Mieten und Kaufpreise zusammengefasst. Kapitalanleger konnten sich über die Kaufpreise ihrer Wunschstadt informieren und den Preisspiegel zum Preis von 75 Euro bestellen. Welche Daten dienten als Grundlage?

Der IVD wertete aktuelle Marktpreise des 2./3. Quartals des Jahres 2007 aus. Die einzelnen Immobilienarten waren in Kategorien unterteilt, um den Markt möglichst vollständig erfassen zu können. Wohnlage bzw. Wohnwert dienten dabei zu Abgrenzung. Mit diesem Erfassungssystem wurde die Vergleichbarkeit der Preisangaben erreicht.

Erfasst wurden die Preise für Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und die Wohnungsmieten nach ihrem Wohnwert. Alle Preisangaben der Marktberichterstatter waren aktuelle Schwerpunktpreise, die aus einer Spanne gebildet wurden und nicht das rechnerische Mittel der Preisspanne darstellten.

Bei den Wohnungsmieten wurden nur die bei Neuvermietung erzielten Mietpreise erfasst und keine Mieten aus dem Bestand berücksichtigt. Dabei handelte es sich um die damals am Ort erzielten Nettokaltmieten.

Das Ergebnis: Die Mieten in großen Städten steigen überdurchschnittlich stark

Mitte 2007 lagen die Mieten in Deutschland knapp 1 % höher als im Vorjahreszeitraum. Der Preisrückgang bei Reihen- und Einfamilienhäusern sowie bei Eigentumswohnungen im Neubau wurde gestoppt, so blieben die Kaupreise stabil. Um knapp 0,5 % preiswerter wurden nur die Eigentumswohnungen im Bestand. Zu diesem Ergebnis kommt der IVD im Wohn-Preisspiegel 2007/2008, der bundesweit in 370 Städten in Deutschland die Miet- und Kaufpreise untersucht hat. Dieser Preisspiegel wurde zu diesem Zeitpunkt jährlich herausgegeben. „Die Mieten steigen, die Kaufpreise beginnen sich zu stabilisieren. Nachdem sich diese Entwicklung bereits zuvor in Teilmärkten angekündigt hatte, wird der Trend nun von der aktuellen Preisdatensammlung bestätigt: Wohnen wird teurer“, das sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Sprecher des Immobilienverbands IVD in Berlin.

Ausgewertet wurden im IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel 2007/2008 über 20.000 Einzeldaten aus dem 2./3. Quartal 2007. Hierbei zeigten sich große Unterschiede in den einzelnen Segmenten und Städten. In größeren Städten ab 100.000 Einwohnern gab es eine Tendenz zu steigenden Mieten mit einem Plus von bis zu 2 %. Hingegen der Durchschnitt aller Städte nur bei einem Plus von 1 % lag. Nur 0,5 % stiegen die Mieten in Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern. In Magdeburg, Witten und Essen fiel die Mietsteigerung mit mehr als 10 % im Vergleich zum Vorjahreszeitrum am höchsten aus. Deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt stiegen auch die Mieten in Hamburg, Leipzig und Berlin. Hier kletterten sie um 3,5 bis 4,5 %. Altbauwohnungen mit guter Ausstattungsqualität in guten Wohnlagen waren in den Großstädten besonders gefragt. Jürgen Michael Schick bemerkt dazu: „Trotzdem ist die Nettokaltmiete für eine durchschnittliche Wohnung nur rund 5 Prozent höher als vor zehn Jahren“.

Mit Reihen- und Einfamilienhäusern verhält es sich ähnlich. „Die Preise für das klassische Einfamilienhaus bewegen sich nahezu auf dem Niveau des Jahres 1997“, so Schick. „Das noch immer niedrige Preisniveau und die aktuell niedrigen Zinsen bieten daher gegenwärtig günstige Voraussetzungen für den Kauf eines Eigenheims.“ Gingen die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser in den letzten Jahren noch zurück, so blieben sie im Vergleich zum letzten IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel doch stabil. In großen Städten stiegen sie um rund 2 %.

Dagegen zeigen sich Eigentumswohnungen im Neubau preisstabil. Die Kaufpreise haben sich hier im Vergleich zum Vorjahreszeitrum nicht verändert. Jedoch sind bezugsfreie Eigentumswohnungen im Bestand um 0,6 % günstiger geworden. Am teuersten wohnen die Münchner. Hier sind sowohl die Kaufpreise für Wohneigentum als auch die Mieten deutschlandweit am höchsten.