Denkmalimmobilien

In nahezu jeder Stadt und jedem Ort finden sich Objekte, die unter Denkmalschutz stehen. Diesen Status bekommen Gegenstände dann verliehen, wenn sie einen hohen historischen oder kulturellen Wert besitzen. Neben natürlichen Vorkommen wie Findlingen oder Bäumen bzw. von Künstlern geschaffenen Mahn- und Erinnerungsstätten kann es sich dabei auch um technische Einrichtungen oder sonstige von Menschen geschaffene Dinge handeln. Je nachdem, in wessen Besitz sie sich befinden, sind solche Objekte eine mehr oder weniger gewinnbringende Kapitalanlage, denn ihre Bedeutung nimmt im Laufe der Zeit immer mehr zu.

Darüber hinaus können sich die Voraussetzungen unter Denkmalschutz gestellt zu werden aber auch auf die Immobilien einer Stadt oder eines Ortes erstrecken. Weisen unbewegliche Güter wie Gebäude, Anlagen oder Grundstücke architektonische, landschaftliche oder archäologische Besonderheiten auf, werden sie als Denkmalimmobilien bezeichnet. Gleiches gilt für kulturell, politisch oder militärisch bedeutsame Einrichtungen. Auch diese können zur lohnenden Kapitalanlage werden.

Ursprung und Entwicklung
Ein buntes Sammelsurium
Einstufung als Denkmalimmobilie
Besonderheiten bei der Sanierung von Denkmalimmobilien
Denkmalimmobilien als Kapitalanlage
Kompromisse zwischen einem zu schützenden Denkmal und Modernisierung einer Denkmalimmobilie
Die Denkmalimmobilie als Kapitalanlage mit gesellschaftlichem Nutzen


Unsere neueste Denkmalimmobilie
Leipzig
Eigentumswohnungen in der alten Schule in Markkleeberg
14 Wohneinheiten
65%
32,99 - 96,67 m²
107.217,50 - 323.844,50 €
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Ursprung und Entwicklung

Das Bestreben, einzelne Immobilien unter besonderen Schutz zu stellen und damit zu Denkmalimmobilien zu machen, geht auf Karl Friedrich Schinkel zurück. Der im 18. Jahrhundert tätige Baumeister legte ein Konzept vor, das den Erhalt und die Pflege bestimmter Bauten dem preußischen Staat übertrug. Zu den ersten derart umhegten Gebäuden gehörten mittelalterliche Klöster, Kirchen und Herrschaftshäuser. Von Kapitalanlagen im heutigen Sinne konnte dabei jedoch noch keine Rede sein, denn der von Schinkel gegründete Denkmalschutz gestaltete sich eher als Hobby vermögender Adliger.

Erst rund 150 Jahre und etliche Bauepochen später sollte sich das Bewusstsein für den Erhalt historischer Immobilien grundlegend wandeln. Nachdem zahlreiche deutsche Städte zum flächendeckenden Abriss und anschließender Neubebauung übergegangen waren, äußerten immer mehr Bürger Kritik an dieser Art von Kapitalanlage. In Folge dessen erließen die Bundesländer Gesetze zum Schutz von Denkmalen, für deren Einhaltung sich spezielle Behörden verantwortlich zeichneten. Dadurch konnten unzählige vorher ungeschützte Bauwerke zu Denkmalimmobilien mit besonderen Ansprüchen erklärt werden.

(Quelle: Vortragsreihe “Geschichte und Theorie der Denkmalpflege”, Technische Universität Dresden)

neuere Denkmalimmobilie
Dresden
Eigentumswohnungen im Kastanienpark in Dresden
98 Wohneinheiten
60%
35,21 - 133,68 m²
132.037,50 - 501.300 €
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Ein buntes Sammelsurium

Entsprechend den vielfältigen Bedingungen, unter denen Denkmalschutz über ein Objekt verhängt werden kann, handelt es sich bei den schützenswerten Immobilien eines Ortes um Bauwerke unterschiedlichster Art:

Außer auf Jahrhunderte alte Gebäude wie

  • Kirchen
  • Klöster
  • Burgen
  • Schlösser

und die dazugehörigen Grundstücke lässt sich der Begriff “Denkmalimmobilien” unter bestimmten Umständen auch auf

  • Wohn- und Geschäftshäuser
  • Kultur- und Gastronomiestätten
  • Bildungseinrichtungen
  • Fabrikhallen

und deren Umgebung sowie auf

  • Kasernen
  • Wach- und Aussichtstürme
  • Militärgelände

ausdehnen.

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weitere Denkmalimmobilie
Mariental
Wohnanlage „Tulpenhof“ bei Wolfsburg
51 Wohneinheiten
88%
43 - 138,56 m²
76.970 - 248.022 €
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Einstufung als Denkmalimmobilie

Ob der Denkmalschutz bei den einzelnen Einrichtungen greift, hängt davon ab, welche Bedeutung die jeweiligen Immobilien erfüllen. Dabei spielen drei wesentliche Kriterien eine Rolle:

1. Zeugnis gesellschaftlicher Entwicklung
Zu dieser Gruppe von Immobilien zählen alle Gebäude, Anlagen und Grundstücke, welche die gesellschaftliche Entwicklung belegen und nachfolgende Generationen über die Baukunst oder Lebensweise einzelner Epochen informieren. Sie bedürfen hinsichtlich ihrer Bedeutung und dem damit verbundenen Denkmalschutz keiner expliziten Einstufung als Denkmalimmobilien, sondern sind kraft Gesetz pauschal geschützt. Die meisten von ihnen gehören zum Weltkulturerbe und sind unverkäuflich; andere können durchaus als Kapitalanlage erworben werden.

2. Städtebauliche oder landschaftsgestaltende Funktion
Bei diesem Kriterium werden nicht einzelne Objekte, sondern deren Gesamtheit unter den Schutz eines Denkmal gestellt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von Ensembles, Bereichen oder Zonen. In manchen Fällen betrifft der verhängte Schutz zwar die Anlage selbst, nicht aber deren Einzelelemente. In Deutschland stationierte Beispiele für solche weltweit anzutreffenden Denkmal Immobilien sind

  • der Landschaftsgarten “Wörlitzer Park” in Wörlitz
  • der Wohnkomplex “Rundling” in Leipzig-Lößnig
  • das Gelände der “Bauhaus”-Akademie in Dessau
  • das “Holländische Viertel” in Potsdam
  • die Stadt Quedlinburg

3. Individuelle Aspekte
Bauwerke, deren gesellschaftliche oder historische Bedeutung weniger offenkundig ist, können den Status von Denkmalimmobilien auf Antrag verliehen bekommen. Ob sie die Voraussetzung erfüllen, als solche bezeichnet und behandelt zu werden, legt das jeweils zuständige “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie” fest. Es prüft eingehend, inwieweit die Erhaltung einzelner Immobilien dem öffentlichen Interesse dient. Dabei berücksichtigen die beauftragten Mitarbeiter, welchem historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Aspekt die fraglichen Bauten entsprechen. Bei Denkmalimmobilien dieser Art handelt es sich zumeist um Bau- oder Kunstwerke jüngerer Epochen. Exemplarisch seien hierfür

  • diverse Mahn- und Erinnerungsmale
  • technische Anlagen wie Zechen oder Fabriken
  • Wohnbauten des mittleren und ausgehenden 20. Jahrhunderts

genannt.

Konkrete Anhaltspunkte dafür, wie individuell die Auffassung über schützenswerte Immobilien sein kann, liefern die stillgelegte Abraumhalde “Ferropolis” vor den Toren der Stadt Leipzig oder der Antrag, die Plattenbauten der 1970-er Jahre unter Denkmalschutz zu stellen. Als vielleicht zukünftige Denkmalimmobilien bilden sie eine besonders ausgefallene Kapitalanlage.

Wurde die Schutzwürdigkeit festgestellt, erfolgt ein entsprechender Vermerk im Denkmalbuch, durch den die betreffenden Denkmal Immobilien fortan den Bestimmungen des Denkmalschutz-Gesetzes unterliegen. Als Kapitalanlage erfahren sie im Laufe der Zeit häufig eine beachtliche Wertsteigerung, die in engem Zusammenhang mit dem historischen Flair und der Geschichte des jeweiligen Bauwerks steht.

eine weitere Denkmal-Immobilie
Viersen
Villa MARX....mehr als nur betreutes Wohnen!
47 Wohneinheiten
65,87 - 92,60 m²
208.149,20 - 298.635 €
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Besonderheiten bei der Sanierung von Denkmalimmobilien

Neben den Vorzügen als Kapitalanlage ergeben sich aus der Einstufung als Denkmalimmobilie eine Reihe von Vorschriften und Auflagen, die Eigentümer und Bauherren sowie Architekten und Handwerker bei der Sanierung entsprechender Objekte berücksichtigen müssen. Diese Sonderregelungen werden vom “Amt für Denkmalschutz” der jeweils zuständigen Stadt erlassen und betreffen in der Regel

- sämtliche Außen- und Innenarbeiten an der Denkmalimmobilie
Stehen Gebäude oder Anlagen unter dem Schutz eines Denkmal, benötigen Bauherren für sämtliche Außen- und Innenarbeiten eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Diese erstreckt sich selbst auf einfache Maler- und Instandhaltungstätigkeiten. Entsprechende Anträge nimmt die “Untere Denkmalschutzbehörde” entgegen.
Ist für Arbeiten an den Immobilien eine Baugenehmigung nötig, entfällt dieser Schritt. Im Rahmen eines diesbezüglichen Antragverfahrens muss die Denkmalschutzbehörde eine Stellungnahme abgeben, die automatisch Bestandteil der erteilten Baugenehmigung wird.

- die Gestaltung der Umgebung
Sofern das unmittelbare Umfeld Relevanz für das Erscheinungsbild der Immobilien hat, greifen auch hier die Bestimmungen des Denkmalschutzes. Daher müssen sämtliche Veränderungen des Umfeldes zuvor genehmigt werden. Dies schließt neben der Errichtung oder Beseitigung von Bauwerken oder Grünanlagen auch deren Umgestaltung ein.

- bauliche oder archäologische Bodeneingriffe
Handelt es sich bei den erworbenen Denkmalimmobilien um Grundstücke, deren Erdreich Kulturschätze birgt, muss für Bodeneingriffe wie Aushub- oder Verlegearbeiten eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung der “Unteren Denkmalschutzbehörde” vorliegen.
Erfolgt der Eingriff mit dem Ziel, jene Kulturgegenstände oder -bauteile freizulegen, ist hierfür die Erlaubnis des zuständigen “Landesamtes für Archäologie” notwendig.

- Wahrung und Erhaltung der Originalität der Denkmalimmobilie
Die originalgetreue Wiederherstellung bzw. der adäquate Ersatz von Bauteilen bildet den wohl wichtigsten Aspekt beim Erwerb und der Pflege von Denkmalimmobilien. Bei der Umsetzung dessen müssen Eigentümer und Bauherren eng mit ausgewählten Fachkräften zusammenarbeiten und gegebenenfalls besondere Materialien einsetzen. So können Denkmal Immobilien die Verwendung bestimmter Farben und Putze oder die Sonderanfertigung von Dachziegeln und Fensterrahmen erfordern.

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sehr schöne Denkmalimmobilie
Oberhausen
Eigentumswohnungen im alten Lyzeum in Oberhausen
23 Wohneinheiten
70%
72,69 - 159,12 m²
197.571,42 - 432.488,16 €
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Denkmalimmobilien als Kapitalanlage

Weil die genannten Auflagen zum Teil mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen verbunden sind, wird die Rekonstruktion von Denkmalimmobilien über steuerliche Vorteile subventioniert. Zahlreiche Investoren sehen im Erwerb denkmalgeschützter Bauwerke daher eine lohnende Kapitalanlage. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nur jene Maßnahmen steuerlich absetzbar sind, die NACH dem Kauf der entsprechenden Immobilien anfallen. Um die Intentionen von Denkmalschutz und Kapitalanlage zu vereinen, sollten Interessenten die in Frage kommenden Gebäude oder Anlagen also bereits VOR der Sanierung erwerben.

Damit die ausgewählten Denkmalimmobilien tatsächlich zu einer sicheren Kapitalanlage werden, empfiehlt die “Deutsche Immobilien-Agentur”, die Objekte vor dem Kauf von unabhängigen Gutachtern schätzen zu lassen. So wird verhindert, dass der veranschlagte Preis die zukünftigen Einnahmen der Immobilien übersteigt und aus der geplanten Kapitalanlage eine Kapitalfalle macht.

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weitere <a href
Erfurt
Industriedenkmal im Herzen Erfurts!
340 Wohneinheiten
70%
50 - 145 m²
130.000 - 377.000 €
Details

Kompromisse zwischen einem zu schützenden Denkmal und Modernisierung einer Denkmalimmobilie

Beim Stichwort Einnahmen sehen sich Besitzer von Denkmalimmobilien bzw. einer denkmalgeschützten Kapitalanlage häufig mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Gerade in Gebäuden, die Wohnzwecken dienen sollen, stehen Ausstattung und Anspruch einander auffallend konträr gegenüber. Altbau-Wohnungen sprechen Interessenten zwar durch ihre Raumgröße und -höhe sowie eine besondere Atmosphäre an; bieten in ihrer Ursprünglichkeit aber meist nur wenig Komfort. Damit die Immobilien dennoch vermietet werden können und dadurch eine lohnende Kapitalanlage bilden, sind entsprechende Modernisierungsmaßnahmen nötig.

Doch die strengen Denkmalschutz-Auflagen und der Wunsch nach zeitgemäßer Ausstattung lassen sich oft nur schwer vereinen. Um bewohnte bzw. bewohnbare Denkmalimmobilien zu einer attraktiven Kapitalanlage zu machen, haben die Fachkräfte des Denkmalschutzes und verschiedener Baugewerke Lösungen erarbeitet, die allen Ansprüchen gerecht werden. So ist heute auch bei Denkmal Immobilien eine Sanierung mit

  • Wärmedämmung
  • Lärmschutzfenstern
  • Heizanlagen
  • Lüftungssystemen

sowie zahlreichen anderen energieeffizienten und umweltfreundlichen Elementen möglich.

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weitere Denkmalschutzimmobilie
Heppenheim
Schlossähnliches Wohnen in Naturwunder in Heppenheim
177 Wohneinheiten
60%
39,65 - 161,95 m²
154.239 - 629.986 €
Details

Die Denkmalimmobilie als Kapitalanlage mit gesellschaftlichem Nutzen

Dieser Kompromiss garantiert, dass originalgetreu wiederhergestellte Denkmalimmobilien genug Komfort bieten, um auf hohem Niveau vermietet werden zu können. Dabei üben das Nebeneinander extravaganter Altbau-Details und moderner Ausstattung oft einen besonderen Reiz auf entsprechende Interessenten aus. Hinzu kommt, dass denkmalgeschützte Immobilien in der Regel eine exponierte Lage aufweisen, welche die Wohnqualität zusätzlich hebt.

Unter diesen Gesichtspunkten ist der Erwerb von Denkmalimmobilien ein doppelt lukratives Geschäft. Die Besitzer solcher Anlagen leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Denkmal Immobilien, sondern verfügen nach abgeschlossener Sanierung zugleich über eine gewinnbringende Kapitalanlage. Die erworbenen und instand gesetzten Denkmal Immobilien bereichern das Erscheinungsbild einer Stadt oder eines Ortes und macht Geschichte auch für nachfolgende Generationen erlebbar.

Welche der vielen möglichen Denkmalimmobilien Bauherren zur Kapitalanlage machen, hängt neben den zur Verfügung stehenden Angeboten und den aktuellen Immobilien-Preisen auch vom persönlichen Geschmack ab. Nicht nur landläufig als “schön” empfundene Bauwerke oder Anlagen stehen unter dem Schutz einer Denkmalimmoblie, sondern auch “unbequem” wirkende Denkmal Immobilien. Diese spiegeln den Zeitgeist jedoch ebenso wider wie ihre historischen Pendants. Sie sind daher als Geschichtszeuge genauso wertvoll wie als Kapitalanlage.

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Bewertungen: 4.73 von 5 bei 11 Stimme(n)

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